• Home
  • News
  • Gerettete CARE-Nothelferin: „Mein Herz ist in Afghanistan geblieben“

Gerettete CARE-Nothelferin: „Mein Herz ist in Afghanistan geblieben“

Foto: Getty Images

CARE-Nothelferin Marianne O’Grady ist wieder in Sicherheit. Sie wurde aus Kabul ausgeflogen. Für die Not leidende Bevölkerung in Afghanistan setzt sie sich nun aus der Ferne ein. „Wir denken nur daran, wie wir Möglichkeiten finden können, wie wir den Millionen von Menschen helfen können, die Hunger leiden und auf der Flucht sind. Schon zuvor waren sie von den Folgen einer langen Dürre und der Ausbreitung von COVID-19 betroffen. Die humanitäre Krise in Afghanistan dauert schon viel länger an als die jüngsten Ereignisse.“

Allein im Vorjahr hat CARE in Afghanistan mehr als eine Million Menschen unterstützt. Neben der Hilfe mit Nahrungsmitteln in Regionen, in denen die Bevölkerung hungert, hat CARE gezielt die Bildung von Mädchen gefördert. „Hilfe wird nun mehr denn je und dringend gebraucht“, sagt O’Grady.

„Es war sehr schwierig, Afghanistan zu verlassen. Mein Herz ist dort geblieben“, sagt die Nothelferin. Bei der Evakuierung musste alles sehr schnell gehen. „Ich habe überall Menschen gesehen, die in Angst und Sorge waren. Manche waren voller Wut. Viele waren hungrig, viele haben geweint.“ An Bord des Flugzeugs war nicht klar, wohin es gehen würde. Auch O’Grady wusste nichts über den Zielflughafen. „Erst ganz am Ende kam die Durchsage: Wir sind in Washington DC gelandet.“ Viele der Geflüchteten, die es auf diesen Flug geschafft hatten, waren zuvor noch nie in den USA. Sie mussten Hals über Kopf aufbrechen und wussten nicht, was sie nun erwartet.

O’Grady selbst wird nicht in den USA bleiben, sondern den Noteinsatz von CARE künftig aus einem Land in der Nähe von Afghanistan koordinieren. „Ich werde nicht aufhören, daran zu erinnern, wie überlebenswichtig unsere Hilfe für die Menschen dort ist“, sagt sie.

CARE arbeitet seit 1961 in Afghanistan und wird weiter Unterstützung leisten.

Foto: Getty Images