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Bosnien-Herzegovina: Gemeinsam etwas schaffen

Mit Unterstützung durch die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) und die EU schafft CARE in Bosnien und Herzegowina wirtschaftliche Perspektiven für Frauen.

Nada Marković leitet die Organisation Maja in Kravica, einem kleinen Dorf im Osten von Bosnien und Herzegowina. Hier bekamen die Menschen den Krieg zwischen 1992 und 1995 in all seiner Tragweite zu spüren. Rückkehrerinnen gründeten Maja im Jahr 2000, um gemeinsam die schwierigen Lebensbedingungen zu verbessern.

Inzwischen hat Maja einen weiteren Schritt gewagt und 2013 eine Frauenkooperative gegründet: „Unsere größte Errungenschaft ist, dass die Frauen ihre Produkte auf dem Markt jetzt besser verkaufen können. Die Genossenschaft hat auch begonnen, gezielt in den Anbau von Himbeeren zu investieren. Die heurige Ernte betrug zehn Tonnen und sicherte acht Frauen einen Job!“

CARE unterstützt noch weitere Organisationen in Bosnien und Herzegowina, die Frauen unterschiedlicher ethnischer Herkunft vertreten – und mit einander vernetzen.

Insgesamt werden dabei 240 Frauen ausgebildet und mit finanziellen Zuschüssen unterstützt, damit sie ihre eigenen unternehmerischen Ideen verwirklichen können.

Nada Marković ist überzeugt davon, dass dies die Grundlage für Versöhnungsarbeit darstellt.

In Zukunft plant die Organisation, mehreren LandwirtInnen Sämlinge und einfache Bewässerungsanlagen zur Verfügung stellen. Zur Verbesserung der Vertriebschancen wird in Lagerung und Lieferwagen investiert.

„Obwohl sie noch relativ neu ist, gilt die Kooperative bereits jetzt als ein positives Beispiel in Bosnien und Herzegowina. Dadurch, dass die Mitgliederinnen selbst Unternehmerinnen sind, beweisen sie, dass Frauen eine entscheidende Rolle bei der Förderung von nachhaltiger Entwicklung haben können, und dass sie ihre Familien und ihre Gemeinschaften wesentlich unterstützen können“, so Dubravka Kovačević, CARE-Projektmanagerin vor Ort.

CARE arbeitet seit 1993 auf dem Balkan. Nach der humanitären Hilfe für Kriegsopfer und Flüchtlinge liegt heute der Schwerpunkt auf wirtschaftlicher Entwicklung schwacher Regionen, Friedens- und Versöhnungsarbeit, Integration von Minderheiten und der Schaffung von Perspektiven für junge Menschen. Dabei fördert CARE besonders Frauen und Mädchen, deren Rechte in den stark patriarchal geprägten Gesellschaften häufig nicht ausreichend gewahrt werden.

CARE ist es ein Anliegen, Solidaritätsnetzwerke zu bilden und Partnerschaften aufzubauen. Unter sozialem Unternehmertum verstehen wir unternehmerische Tätigkeiten, bei denen ein Teil des Überschusses oder Gewinns Bedürftigen und ärmeren Familien zugute kommt. So geben die Frauen der Kooperative einen Teil ihrer finanziellen Unterstützung in Form von Sachleistungen an andere bedürftige Mitglieder ihrer Gemeinde weiter.

Mehr Informationen zum Projekt finden Sie hier