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Bangladesch: Online-Unterricht holt Mädchen aus der Isolation

„Meine Schule hat seit März nicht mehr offen. Ich wusste nicht, wie ich mit dem Lernen weitermachen soll. Ich war sehr deprimiert“, sagt Pinkey Akter (15). Mit dem CARE-Projekt JANO hat sie über das Internet endlich wieder Verbindung zu Lehrenden und zu ihren Mitschülerinnen. Die Unterrichtsstunden werden aufgenommen und über Facebook Gruppen geteilt. „Das hat mir wieder Hoffnung gegeben. Es war ein Segen für uns“, sagt Pinkey.

Das Projekt JANO richtet sich an Menschen im Norden von Bangladesch, die in Regionen leben, in denen die Versorgung mit Lebensmitteln nicht gesichert ist. Es dreht sich vor allem darum, die Ernährung zu verbessern, aber auch das Wissen über Gesundheit, Hygiene zu fördern und vor allem auch SchülerInnen zu erreichen, die neue Informationen in ihre Familie weitertragen und damit verbreiten. In der Corona-Krise wurde zusätzlich die Initiative gestartet, Mädchen der 8. und 9. Schulstufe digital zu vernetzen, damit sie weiter lernen können, obwohl die Schulen geschlossen sind.

Arnika Khatun (Foto) sah durch die Pandemie ihre Ausbildung in Gefahr. „Ich war alleine mit meinen Büchern – das war hart. Dann hörte ich noch, dass ich verheiratet werden sollte. Da hatte ich große Angst“, sagt die 15-Jährige. Eine ehrenamtliche Mitarbeiterin von JANO konnte Arnikas Eltern überzeugen, das Mädchen für den Online-Unterricht anzumelden. „Das hat mich gerettet“, sagt Arnika dankbar.

Der 14-Jährigen Zannatul Mowa haben die digitalen Klassen und der Austausch mit den LehrerInnen wieder Selbstvertrauen und Zuversicht gegeben. „Ich habe mir Sorgen gemacht, dass ich nie mehr zur Schule gehen kann. Für mich und die anderen Mädchen hier ist das Projekt eine große Chance, dass wir uns eine bessere Zukunft schaffen.“

Die Schülerinnen lernen auch über die Maßnahmen zur Vermeidung einer Ansteckung mit dem Corona-Virus. „Ich bin stolz, wenn ich dieses Wissen mit den Leuten in meinem Dorf teilen kann“, sagt Pinkey.

Finanziert wird JANO mit der Unterstützung der Europäischen Union und der Austrian Development Agency (ADA) aus Mitteln der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit.

Mehr Informationen zum Projekt finden Sie hier.