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Bangladesch: „Ich dachte, wir können uns gesundes Essen gar nicht leisten“

Gesunde Ernährung trotz wenig Geld. Foto: CARE

„Wir haben nicht viel Geld, und deshalb dachte ich früher, wir könnten uns regelmäßiges gesundes Essen nicht leisten“, erinnert sich Moshina Begum. Sie lebt mit ihrem Mann und drei Kindern in einem kleinen Dorf im Bezirk Rangpur im Norden von Bangladesch. Als Kleinbauern ist es für Moshina und ihren Mann schwierig, die fünfköpfige Familie zu versorgen. Geld, um Lebensmittel zu kaufen, haben sie oft nicht. Zugang zu Informationen über gesunde und ausgewogene Ernährung oder Gesundheitsversorgung auch nicht. Deshalb sind Familien wie jene von Moshina öfter von Erkrankungen und Mangelernährung betroffen. Rund 40 Prozent aller Kinder unter fünf Jahren sind in dieser Region mangelernährt.

Mit Unterstützung der Europäischen Union, der Austrian Development Agency und der Regierung in Bangladesch arbeitet CARE daran, die Mangelernährung in den entlegenen Regionen im Norden des Landes zu bekämpfen. Besonders im Fokus steht die richtige Ernährung für Schwangere, stillende Mütter und Kinder unter fünf Jahren. Lesen Sie hier mehr zum Projekt JANO.

Gemeinsam mit lokalen Partnern organisiert CARE u.a. Workshops, in denen über nahrhafte Lebensmittel und wie diese angebaut werden können, informiert wird. Auch über die richtige Hygiene bei der Zubereitung von Essen und wo Gesundheitsdienste verfügbar sind, wird in diesen Treffen gesprochen.

Moshina kann jetzt ihre Kinder besser ernähren. Foto: CARE

Moshina hat diese Workshops besucht und gelernt, wie sie die Ernährung ihrer Familie mit einfachen Mitteln verbessern kann. „Mir war früher nicht bewusst, dass wir fast alles, was wir für eine ausgewogene Ernährung brauchen, ganz einfach selber anpflanzen können“, erzählt Moshina. „Ich wusste auch nicht, dass Stillen für die Entwicklung eines Kindes so einen Unterschied machen kann, oder dass es für Kinder günstige Nahrungsergänzungsmittel gibt und Impfungen Krankheiten verhindern können.“

Heute leben Moshina und ihre Familie ein vollkommen anderes Leben: im Gemüsegarten gedeihen die verschiedensten Gemüsesorten, Hühner legen Eier und dienen als Fleischlieferanten. Und wenn sie oder eines ihrer Kinder krank wird, weiß Moshina, an welches Gesundheitszentrum sie sich wenden kann. Doch am meisten freut sich Moshina, dass es ihrer Familie sichtbar besser geht: „Wir sind gesünder und viel weniger krank. Ohne die Workshops wäre ich nie darauf gekommen, dass ich das mit so einfachen Mitteln erreichen kann. Dafür bin ich wirklich dankbar.“

Mit dem Projekt JANO kämpft CARE gegen Mangel- und Unterernährung im Norden von Bangladesch. Es wird von der Europäischen Union und der Austrian Development Agency (ADA) aus Mitteln der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit gefördert.