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Äthiopien: „Wir haben nichts mehr“

Awayi Ali Kole und ihr Ehemann Ibren Kedin Oka lebten mit ihren vier Kindern elf Jahre lang in der Somali-Region in Äthiopien. Heute ist ihr Zuhause ein Flüchtlingslager für intern Vertriebene, ein sogenanntes IDP-Camp. Gemeinsam mit 518 anderen Familien leben sie seit ihrer Vertreibung im September 2017 dort.

Obwohl in dieser Grenzregion Konflikte regelmäßig aufflammen, war jener im Herbst 2017 für die BewohnerInnen besonders schlimm. „Ich hatte eine riesen Angst, als ich die ersten Schüsse hörte“, erinnert sich Awayi. „Ich sah Häuser, die in Flammen aufgingen und viele Leute, die getötet wurden.“ Auch Awayis und Ibrens Haus wurde von den Kämpfern niedergebrannt, ihr Vieh gestohlen. „Als wir das gesehen haben, wussten wir, wir müssen weg“, erzählt Awayi. Zu Fuß legten sie und ihre Familie 120 Kilometer bis ins Flüchtlingslager zurück. „Wir haben nichts mehr“, sagt sie. „Sogar das bisschen Bargeld, das wir hatten, haben sie uns auf dem Weg noch abgenommen.“

Die Familie hatte nichts mehr zu essen – und keine Ersparnisse mehr, um Essen zu kaufen. Im IDP-Camp erhält die Familie von der äthiopischen Regierung 15 Kilogramm Getreide pro Monat, doch auch das nur unregelmäßig. CARE stellt Flüchtlingen wie Awayi im Rahmen eines Nothilfe-Projekts neben mobilen Gesundheitsservices und Hygieneprodukten auch Trainings und Bargeld-Soforthilfe zur Verfügung. Damit können die Flüchtlinge jene Dinge besorgen, die sie gerade am dringendsten benötigen.

„Mit den 3.200 Birr, die wir von CARE erhalten haben, konnte ich Kochutensilien und Kleidung für meine Kinder kaufen“, berichtet Awayi. „Außerdem haben wir Seifen und Waschmittel bekommen. Die Wasseraufbereitungstabletten und Hygieneschulungen waren wirklich hilfreich. Jetzt weiß ich, wie ich meine Familie vor Krankheiten schützen kann – mit so einfachen Dingen wie Hände waschen.“ Mit dem verbleibenden Geld will die Familie versuchen, sich nach und nach eine neue Existenz aufzubauen.

Weitere Informationen zu diesem Projekt gibt es hier.