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Äthiopien: „Ich lasse mich durch meine Behinderung nicht aufhalten!“

Foto: CARE

Fenta (20) hat einen Kosenamen für ihre Nähmaschine. Sie nennt sie „mein Brot“. Zum ersten Mal in ihrem Leben kann sie damit eigenes Einkommen schaffen. „Seit einer Verletzung als Kind bin ich behindert. Lange Zeit hieß es nur, ich solle zu Hause bleiben“, erinnert sich Fenta. Heute ist ihre Familie stolz auf sie. Fenta hat in einem CARE-Training gelernt, wie sie mit ihrem Nähtalent Geld verdienen kann.

„Das war der Beginn, doch eine eigene Nähmaschine konnte ich mir nicht leisten“, sagt Fenta. Das von der Austrian Development Agency (ADA) unterstützte Projekt förderte die junge Frau weiter. Sie bekam eine Nähmaschine und zeigt nun allen, was in ihr steckt. Fenta hat mittlerweile so viele Kundinnen, dass sie kaum mit dem Nähen der Kleider nachkommt. „Eine Behinderung ist kein Grund, auf Träume zu verzichten. Man soll nie unterschätzen, was man alles leisten kann“, sagt sie.

Fentas Ziel ist, die beste Schneiderin in der Region Belesa zu werden. Sie arbeitet an neuen Stichen und Mustern. Fenta möchte so viel verdienen, dass sie ihr verletztes Bein medizinisch behandeln lassen kann. Ihr nächstes Projekt ist ein kleines Café neben dem Kiosk, wo sie die Kleider verkauft.

Fenta mit ihrem Sohn Fikir (3). Foto: CARE

Fenta freut sich, dass sie für ihren Sohn Fikir (3) mit dem neuen Einkommen mehr Sicherheit schaffen kann. „Früher war es ein großer Stress für mich, dass ich kaum über die Runden kam. Ich habe Körbe geflochten, mit der Hand Kleidung genäht und Bier gebraut, aber am Ende des Monats hat das alles zusammen kaum jemals gereicht.“ Jetzt möchte Fenta ein Vorbild für behinderte Menschen sein, sich mehr zuzutrauen.

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