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10 Jahre Kämpfe in Syrien: „Mein Sohn ist so alt wie der Krieg“

Mahmoud ist zehn Jahre alt. Er wurde 2011 geboren, als die Kämpfe in Syrien ausbrachen. „Mein Sohn ist so alt wie der Krieg“, sagt seine Mutter Mariam. Sein Vater starb wenige Wochen bevor Mahmoud zur Welt kam. Seitdem muss Mariam alleine für ihn und seine drei Geschwister sorgen.

Wie Mariam geht es vielen Müttern in Syrien. Sie müssen ohne Hilfe ihre Familien erhalten. Jeder Tag ist für sie ein Überlebenskampf. Oft wissen sie nicht, woher sie Nahrung für ihre Kinder bekommen sollen. Es sind Mütter wie Salma. Sie hat sechs Kinder. An manchen Tagen geht sie in die Bäckerei und bettelt um Brot, damit ihre Familie etwas essen kann.

Salma und Mariam geben nicht auf. Unbemerkt von der Welt zeigen sie großen Mut bei der Überwindung ihrer Not. „Sie verdienen unseren Respekt und brauchen unsere Unterstützung!“, sagt eine CARE-Nothelferin.

Niemand weiß, wann die Waffen in Syrien endlich ruhen werden. Seit 10 Jahren ist nun Krieg. Es sind die Kinder, die am meisten leiden. Die Mädchen und Buben, die zwischen zerbombten Häusern aufwachsen, sich nie satt essen können, weder lesen noch schreiben lernen, erleben müssen, wie die liebsten Menschen sterben. Kinder, die nicht wissen, was Frieden ist – Kinder wie Mahmoud.

In seinem jungen Leben hat er noch keinen Tag Frieden erlebt, keinen Tag Unbeschwertheit, keinen Tag ohne Granathagel, ohne Hunger, ohne Not und Entbehrung – nie durfte er einfach nur Kind sein. Er wächst in einem Kriegsland auf, in dem Häuser, Schulen und Kliniken gezielt bombardiert und zerstört werden!

Die Vertreibung der syrischen Bevölkerung ist die schlimmste seit dem Zweiten Weltkrieg: 5,6 Millionen Syrerinnen und Syrer leben in Nachbarländern Syriens. Mehr als sechs Millionen mussten innerhalb Syriens vor Gewalt und Angriffen flüchten und ihr Zuhause zurücklassen. Acht von zehn Flüchtlingen sind Frauen und Kinder. Sie suchen Schutz in leerstehenden Gebäuden oder in Flüchtlingscamps inmitten von Feldern. Andere verlassen schweren Herzens ihr Heimatland – doch auch in Jordanien, in der Türkei, im Irak oder im Libanon leiden die Familien bittere Not.

Mariam wünscht sich, dass alle ihre vier Kinder in die Schule gehen können. Doch nur die beiden jüngeren haben die Chance auf eine Ausbildung. Die älteren Geschwister waren gezwungen, die Schule abzubrechen und zu arbeiten, damit die Familie über die Runden kommt.

„Es ist schwer, wenn man die ganze Last allein tragen muss“, sagt Mariam. Von CARE hat sie Hilfe bekommen. Sie besitzt nun drei Schafe und kann besser für die Kinder sorgen. „Als wir die Schafe endlich hatten, waren wir so glücklich“, sagt sie. „Wir kümmern uns gut um sie.“ Mariam ist traurig, dass sie ihren Kindern nicht mehr geben kann. „Jedes Kind sollte eine glückliche Kindheit haben“, sagt sie.

CARE hilft Vertriebenen und Flüchtlingen in Syrien und in den Nachbarländern, in die Hunderttausende geflohen sind. Wir verteilen CARE-Pakete® mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln. CARE sorgt dafür, dass die Menschen ein Dach über dem Kopf haben, selbst wenn es nur provisorisch ist.

Bislang hat CARE mehr als fünf Millionen Menschen geholfen zu überleben – dank zahlreicher Spenden.  Wir werden und müssen weiterhelfen. Dafür bitten wir Sie um Unterstützung!