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31. Mai 2019

Syrien: Angriffe auf Krankenstationen – Nothilfe teilweise eingestellt

Nach heftigen Luftangriffen ist die Hilfsorganisation CARE gezwungen, einen Teil der Nothilfe einzustellen.

(Wien, 31. Mai 2019) Betroffen sind unter anderem zwei Einrichtungen für Geburtshilfe, die schwere Schäden durch Einschläge erlitten haben. Dort wurden bisher täglich 180 Schwangere behandelt. Insgesamt wurden im letzten Monat 21 Gesundheitszentren bombardiert, 25 Schulen teilweise beschädigt oder komplett zerstört.

Durch wahllose Bombenangriffe auf Zivilisten und Krankenstationen erhalten Tausende von Frauen und Mädchen, darunter Schwangere und Mütter mit Kleinkindern, keine medizinische Hilfe mehr„, berichtet Andrea Barschdorf-Hager, Geschäftsführerin von CARE Österreich. „Das ist dramatisch, denn eine sichere Geburt sollte für jede Mutter ein Grundrecht sein.“

Nach Angaben der Vereinten Nationen sind allein im Mai 2019 rund 270.000 Menschen vertrieben und 160 Zivilisten im Nordwesten Syriens getötet worden. „Viel zu häufig müssen wir Helfer inzwischen diesen einfachen Satz wiederholen: Selbst Kriege haben Regeln. Das humanitäre Völkerrecht ist bindend für alle Konfliktparteien. Konkret heißt das: Zivile Einrichtungen wie Krankenhäuser oder Schulen dürfen nicht angegriffen werden“, betont Barschdorf-Hager. Besonders erschreckend seien die jüngsten Angriffe, da alle betroffenen Einrichtungen Teil eines Mechanismus der Vereinten Nationen sind, der über die Lage ziviler Ziele informiert, um sie davor zu schützen, bei Kampfhandlungen in Mitleidenschaft gezogen zu werden. Trotzdem sind in den letzten Wochen vermehrt lebenswichtige Einrichtungen und Wohngebiete in Idlib angegriffen worden. „Wo sollen wir noch Schutz suchen?“, fragt die 29-jährige Rana, die ein von CARE unterstütztes Frauenzentrum in Idlib leitet.

So hilft CARE: Allein im Monat Mai erreichte CARE mit Partnerorganisationen vor Ort rund 70.000 Vertriebene mit Lebensmitteln, sauberem Trinkwasser und Hygieneartikeln. CARE leistete medizinische Hilfe, unterstützte mit psychosozialer Hilfe und Bargeld. Trotz der Eskalation der Gewalt in Idlib plant CARE, die Nothilfe in den nächsten Wochen auszuweiten. 

Für die Nofhilfe in der Region Idlib ist CARE dringend auf Spenden angewiesen.

Spendenkonto CARE Österreich: IBAN AT77 6000 0000 0123 6000 / Kennwort: „Katastrophenhilfe“ oder online

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