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22. Februar 2019

CARE vor Jemen-Geberkonferenz: „Es reicht“

Wien. Im Vorfeld der dritten Geberkonferenz für den Jemen am kommenden Dienstag in Genf fordert die internationale Hilfsorganisation CARE: Das muss die letzte Geberkonferenz sein, um Mittel für humanitäre Hilfe bereitzustellen. Stattdessen braucht es dringend politische Maßnahmen, um die Gewalt ein für alle Mal zu beenden, damit das Land und die Menschen zur Ruhe kommen können.

Rund 3,5 Milliarden Euro werden für die humanitäre Hilfe im Jemen in diesem Jahr benötigt – das ist so viel wie nie zuvor. Im Jahr 2019 wollen die Vereinten Nationen gemeinsam mit Hilfsorganisationen wie CARE insgesamt 15 Millionen Menschen erreichen. Dazu zählt auch die Bereitstellung von Nahrungsmittelhilfe für 12 Millionen Menschen.

„Millionen von Familien haben kein Einkommen mehr. Millionen Eltern wissen nicht, wovon sie ihre Kinder ernähren sollen und zudem haben die Gefechte in den letzten Wochen wieder zugenommen“, mahnt CARE Österreich Geschäftsführerin Andrea Barschdorf-Hager. „Es reicht. Eine Situation, in der achtzig Prozent der Menschen eines Landes humanitäre Hilfe benötigen, darf sich nicht wiederholen. Vier Jahre Krieg sind vier Jahre zu viel. Vereinbarungen, die im Dezember in Schweden getroffen wurden, müssen von den Kriegsparteien auch eingehalten werden.“

Dabei leidet der Jemen schon lange an chronischer Armut: 2014 – ein Jahr bevor der Krieg begann – waren bereits 14,7 Millionen Jemeniten auf humanitäre Unterstützung angewiesen, mehr als zwei Drittel von ihnen hatten nicht genug zu essen. Inzwischen benötigen im Jemen über 24 Millionen Menschen humanitäre Hilfe. Dieser Anstieg um 10 Millionen Menschen ist auf den Bürgerkrieg zurückzuführen, der zehntausende Menschenleben gekostet und das ohnehin arme Land wirtschaftlich völlig zerstört hat. Die Bedrohung durch eine Hungersnot und Krankheiten wie Cholera ist allgegenwärtig.

CARE arbeitet seit 1992 im Jemen und erreicht rund eine Million Menschen im Monat mit humanitärer Hilfe. CARE beschäftigt derzeit 300 nationale und internationale Mitarbeiter im Jemen.

CARE bittet um Spenden für die Katastrophenhilfe.

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