28. September 2017

Bangladesch: Geflüchtete Frauen und Kinder in Gefahr

Über 300.000 Frauen und Kinder brauchen dringend Nahrung, medizinische Versorgung und sanitäre Anlagen in den Flüchtlingssiedlungen in Bangladesch.

Cox’s Bazar/Wien, 28. September 2017. Angesichts der hunderttausenden Menschen aus Myanmar, die in überfüllten Flüchtlingscamps in Bangladesch ausharren, warnt die internationale Hilfsorganisation CARE, dass die Sicherheit und Gesundheit insbesondere von Frauen und Kindern akut bedroht ist.

„Dutzende von geflüchteten Frauen sind stark traumatisiert. Viele liefen tagelang barfuß, durch den Dschungel, Felder und Flüsse. Ich sprach mit Schwangeren und Frauen, die ihre Kinder Kilometer weit tragen mussten“, berichtet Zia Choudhury, CARE-Länderdirektor in Bangladesch.

Laut CARE-Mitarbeitern vor Ort fehlt es für über 300.000 Frauen und Kinder an sanitären Anlagen, medizinischer Versorgung und sicheren Unterkünften. Berichten zufolge teilen sich etwa 6.000 Menschen drei Latrinen, die Wartezeit vor Waschräumen beträgt durchschnittlich zwei Stunden. „Schwangere, stillende und menstruierende Frauen sind in einer verzweifelten Situation“, berichtet CARE-Helfer Choudhury. „Viele Frauen warten oft, bis es dunkel ist, bevor sie ihre Notdurft verrichten. Sie gehen in Gruppen, um sich besser vor möglichen Übergriffen zu schützen.“

Seit Ende August 2017 flohen über 436.000 Menschen vor gewaltsamen Auseinandersetzungen aus Myanmar nach Bangladesch. CARE versorgt Familien in Cox’s Bazar mit Lebensmitteln, bekämpft akute Mangelernährung und unterstützt die medizinische Versorgung durch mobile Kliniken. In den kommenden Wochen plant CARE die Nothilfe ausweiten. Um Flüchtlinge aus Myanmar mit dem Nötigsten zu versorgen, ruft CARE zu Spenden auf.

Spendenkonto CARE Österreich – Katastrophenhilfe: AT77 6000 0000 0123 6000 oder online

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