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5. Juni 2019

Nach Zyklon Idai: Wie Marta ums Überleben kämpft

Marta, Zyklon Idai Mozambique Foto: CARE

Marta João, 27, ist Bäuerin und Mutter von drei Kindern. Durch Zyklon Idai wurden ihre Felder zerstört und die einzige Hoffnung, die ihr bleibt, ist irgendwann wieder auf eigenen Beinen stehen zu können.

Marta eilt so schnell sie kann die staubige Straße entlang: mit einem 25 Kilogramm schweren Reisbeutel auf dem Kopf und ihrer sieben Monate alte Tochter auf ihrem Rücken festgebunden. Schweiß rinnt ihr über das Gesicht. In der Hand hält sie einen alten Wasserkanister. Das Öl darin schwappt von einer Seite zur anderen, während sie durch das Dorf in Buzi läuft. Um sie herum versuchen Familien unter abgeknickten Bäumen etwas Schatten zu finden. „Ich bin dankbar für die Lebensmittel, die wir heute erhalten haben“, sagt Marta. „Trotzdem mache ich mir Sorgen, was in den kommenden Monaten sein wird. Wir müssen ein neues Einkommen finden.“ Marta ist Bäuerin und besitzt zwei Felder, auf denen sie früher Mais und Reis angebaut hat. In dieser Saison kann sie jedoch nichts ernten oder verkaufen, weil Zyklon Idai ihre komplette Ernte zerstört hat.

In den letzten vier Wochen haben Marta und ihre Kinder Mais gegessen, den sie gefunden haben, als das Wasser zurückging. „Er riecht schlecht. Wir haben den Mais zweimal gemahlen, bevor wir ihn zu einem Brei verarbeitet haben. Trotzdem leidet meine Tochter an Durchfall“, erzählt Marta. „Die Behörden haben uns angewiesen, keine Reste mehr von unseren Feldern zu essen. Aber was würdest du tun? Verhungern oder versuchen zu überleben und das zu essen, was übrig ist?“

Marta, Zyklin Idao, Mosambik, Foto: CARE

700.000 Hektar Ackerland zerstört

Buzi gehört zu den am stärksten von Zyklon Idai betroffenen Distrikten in Mosambik. Nach Angaben der Vereinten Nationen wurden in Mosambik mehr als 700.000 Hektar Ackerland durch den Sturm und die damit einhergehenden Überschwemmungen zerstört. Eine der größten Herausforderungen bleibt die Versorgung der Menschen mit Nahrungsmitteln. In Buzi hat CARE bereits Reis, Erbsen und Öl an mehr als 2.000 Familien verteilt. Es gibt jedoch nach wie vor  viele Menschen, die dringend Lebensmittel, Saatgut für ihre Felder, sauberes Trinkwasser und ein sicheres Dach über dem Kopf benötigen.

Experten warnen: die nächsten drei Wochen sind ausschlaggebend für das Verteilen und Pflanzen des Saatgutes. Mangelnde finanzielle Mittel erschweren die Situation und binden den Helfern die Hände – bisher wurden erst 18 Prozent des UN-Spendenaufrufs von 300 Millionen US-Dollar erreicht. „Die Lebensmittel, die wir heute bekommen haben, werden mir helfen, meine Familie in den nächsten Wochen zu versorgen“, sagt Marta. „Wir brauchen aber Saatgut, um die Felder neu zu bepflanzen. Ich habe nicht einmal genug Geld, um meine kleine Tochter zum Arzt zu schicken. Es fehlt an allem.“

Unterstützen Sie die Hilfe für Menschen wie Marta mit Ihrer Spende!

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