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7. Januar 2019

Venezuela: Kinder auf der Flucht vor Hunger und Armut

Nazareth und ihre Kinder betteln um Essensreste. Foto: Paddy Dowling/CARE

Nazareth Pirloiria (27) und ihre Kinder betteln an einer Busstation in Quito in Ecuador um Essensreste. Dort schlafen sie auch – am Boden unter Plastikplanen. 

Nazareths Familie gehört zu den mehr als 2,6 Millionen Menschen, die Venezuela verlassen haben. „Wir mussten weg. Es gab nichts zu essen und keine Medizin“, sagt die Mutter zum Reporter Paddy Dowling, der für CARE über die humanitäre Not berichtet.

Bitte helfen Sie!

Zwanzig Tage lang ging Nazareth mit drei kleinen Kindern zu Fuß durch Kolumbien, bevor sie es alle nach Ecuador schafften. „Eine Woche haben wir gehungert. Wir hatten nur Schalen von Kochbananen und davon wurden wir alle krank.“

Jose Eduardo (4) aus Venezuela. Foto: Paddy Dowling(CARE

Nazareths Sohn Jose Eduardo (Foto oben) ist erst vier Jahre alt. Wie viele Kinder aus Venezuela kennt er vor allem Hunger. Seit seiner Geburt rutschte seine Heimat jedes Jahr tiefer in die Krise.

Viele Lebensmittel sind nicht mehr erhältlich oder wegen der außer Kontrolle geratenen Inflation unerschwinglich geworden. Mütter schlafen vor den Eingängen von Supermärkten, damit sie unter den ersten Kundinnen sind und so vielleicht doch noch rare Lebensmittel ergattern.

Babynahrung gibt es nur noch selten zu kaufen. Weil viele Mütter vom Hunger ausgezehrt sind, können sie ihre Babys aber auch nicht ausreichend stillen. Manche sind dann so schwach, dass sie nicht überleben.

Spenden Sie ein CARE-Paket mit Nahrung!

Anglady mit ihrem 7 Monate alten Baby. Foto: Paddy Dowling/CARE

Anglady (Foto oben) war früher Rechtsanwältin. Die Wirtschaftskrise trifft nicht nur die ärmere Bevölkerung, sondern auch die Mittelschicht.

Anglady fürchtet um die Zukunft ihres sieben Monate alten Babys und sieht in Venezuela keine Perspektive mehr. Sie ist mit dem Bus aus Caracas nach Ecuador gekommen. Wie es jetzt weitergehen soll, weiß sie nicht.

„Hunger und Gewalt treiben die Menschen aus ihrem Land“, sagt CARE-Helferin Alex Moncada. Sie wollen sich in der Region in Ländern wie Kolumbien, Ecuador, Peru oder Brasilien eine neue Existenz aufbauen, doch dort leben auch große Teile der Bevölkerung in Armut.

Maria Isabella (7) mit ihrem Teddy. Foto: Paddy Dowling/CARE

CARE hilft Familien, die auf der Flucht gestrandet sind.

Sie erhalten Nahrung und Dinge, die sie am nötigsten brauchen. Oft haben sie nur die Kleidung, die sie tragen und kleine Plastiktaschen mit all ihrem Hab und Gut.

In einer Stiftung, die mit CARE zusammenarbeit, finden Frauen und Kinder in Kolumbien für ein paar Nächte Unterschlupf. Maria Isabella (7) bekommt dort diesen Teddybären (Foto oben) geschenkt, bevor sie mit ihrer Mutter weiterzieht. Sie wollen nach Ecuador.

„Der Bär ist alles, was ich habe auf der Welt“, sagt Maria Isabella zum Abschied. „Ich werde gut auf ihn aufpassen!“

Alle Fotos: Paddy Dowling für CARE

 

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