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5. April 2017

Syrien: CARE verurteilt Angriffe auf Idlib

Konferenz in Brüssel Schritt in richtige Richtung

Die internationale Hilfsorganisation CARE verurteilt den gestrigen Luftangriff in der Provinz Idlib in Syrien scharf und fordert, dass Konfliktparteien zur Rechenschaft gezogen werden. Mindestens 58 Menschen sind nach lokalen Angaben ums  Leben gekommen, mehr als 300 Menschen wurden verletzt.

„Wir sind schockiert über die erneute Gewalt gegen Zivilisten. Sechs Jahre nach Beginn des Krieges tragen Frauen und Kinder die Hauptlast, harren in belagerten Gebieten aus, fürchten tagtäglich um ihr Überleben. Die Gewalt muss ein sofortiges Ende nehmen und es muss eine nachhaltige, politische Lösung gefunden werden“, mahnt Marten Mylius, CARE-Nothilfekoordinator im Nahen Osten.

CARE und die syrischen Partnerorganisationen appellieren derzeit während der in Brüssel stattfindenden Syrienkonferenz an die Europäische Union, Solidarität mit dem syrischen Volk zu zeigen und sich für den Schutz der Zivilbevölkerung einzusetzen.

Die gestern verabschiedete, neue Syrienstrategie der Europäischen Union sei ein Schritt in die richtige Richtung. Zentral ist hier etwa auch die Rechenschaftspflicht der Konfliktparteien. „Die Zukunft Syriens hängt davon ab, dass die Gewalt sofort gestoppt wird und nicht noch mehr Menschen sterben. Die internationale Gemeinschaft darf nicht auf weitere Aleppos und Idlibs warten. Die Einhaltung internationalen Rechts und der Menschenrechte müssen an allererster Stelle stehen“, so Mylius.

CARE und syrische Partner fordern in Brüssel auch dringend den Zugang zu belagerten Städten. Fünf Millionen Menschen können aktuell aufgrund von Kampfhandlungen, der schwierigen Sicherheitslage und Blockaden kaum mit Hilfe erreicht werden.   

„Es darf nicht sein, dass immer wieder Menschen in Syrien sterben, weil sie verhungern, keinen Zugang zu medizinischer und anderer Hilfe haben oder ihre Wohngebiete bombardiert und angegriffen werden. Die Konfliktparteien müssen endlich für die Verletzung internationalen Rechts zur Rechenschaft gezogen werden.“

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