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7. September 2017

Soziale Unternehmen: ein Ausweg aus der Armut

Soziale Unternehmen als Ausweg aus der Armut

In Montenegro setzt man große Erwartungen in soziale Unternehmen: Sie gelten als Hoffnungsträger für die Schaffung von Arbeitsplätzen und Verringerung von Armut. Um deren Potenzial voll auszuschöpfen, sind die Rahmenbedingungen allerdings noch unzureichend.

Das ist auch der Tenor auf einer von CARE International auf dem Balkan organisierten Konferenz in Podgorica/Montenegro. Vertreter des Arbeitsministeriums und der Europäischen Union diskutierten dort mit TeilnehmerInnen aus der Privatwirtschaft und verschiedenen sozialen Unternehmen, wie deren Potenzial künftig besser ausgeschöpft werden kann.

„Wir haben noch keine Strategie zur Förderung von sozialen Unternehmen. Dennoch glauben wir, dass sie ein wesentlicher Faktor zur Schaffung von Arbeitsplätzen in der Region sein können, besonders für Randgruppen“, so Elmedin Rovčanin, Vertreter des Arbeitsministeriums. „Es ist definitiv notwendig, hier Anreize zu schaffen, z.B. in Form von Steuererleichterungen und Informationskampagnen.“

Sumka Bučan, Länderdirektorin von CARE auf dem Balkan, sieht das genauso: „Soziale Unternehmen bringen Arbeitsplätze, aber darüber hinaus erfüllen sie auch einen sozialen Zweck. Die Gesellschaft profitiert also doppelt. Von daher wäre es wünschenswert, wenn der Staat die Gründung solcher Unternehmen erleichtern würde.“

CARE, die Österreichische Entwicklungsagentur ADA und die Europäische Union unterstützen in der Region landwirtschaftliche Kooperativen von Frauen. Diese ermöglichen es den Produzentinnen, ihre Erzeugnisse besser verkaufen zu können. Die Kooperativen stellen zusätzlich technische Unterstützung und Beratung zur Verfügung. Gemeinsam haben die Frauen eine stärkere Stimme und können besser für ihre Rechte eintreten. „Die Frauen schaffen ein Sicherheitsnetz für einander. Sie schützen z.B. andere Frauen vor Gewalt. Sie gründen Organisationen, die Kinder mit Behinderungen betreuen“, erklärt Fana Delija, Direktorin des Open Center Bona Fide. „Die wirtschaftliche Eigenständigkeit ist ein wichtiger Grundstein dafür.“

„Soziale Unternehmen schaffen Arbeitsplätze, sie verbessern die Einkommen der Familien – und sie haben einen sozialen Mehrwert. Dieser Bereich ist sehr vielversprechend. Darauf sollten wir uns konzentrieren in den kommenden Jahren“, so Miguel Magro Gomez, Repräsentant der EU in Montenegro.

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