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29. November 2018

Sichere Arbeit für Frauen: CARE ist für globales Abkommen

CARE setzt sich für globale Richtlinien gegen Gewalt und Belästigung am Arbeitsplatz ein.

Die #metoo-Bewegung hat auf der ganzen Welt Diskussionen zu Gewalt an und Belästigung von Frauen ausgelöst. Immer öfter wird Gewalt gegen Frauen, auch wenn sie nicht im Rampenlicht stehen, aufgedeckt. Gewalt und Belästigung am Arbeitsplatz werden allerdings noch wenig thematisiert.

5 Gründe, warum wir über ein Ende für Gewalt und Belästigung am Arbeitsplatz sprechen sollten

1. Ein globales Abkommen gegen ein globales Problem: Mehr als ein Drittel aller Länder haben keine Gesetze, die sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz verbieten. Dazu zählen physische und psychische Gewalt genauso wie Stalking oder Mobbing. Es ist eine der am weitesten verbreiteten Formen von Missbrauch – und es wird viel zu wenig getan, um sie zu verhindern.

Während der diesjährigen „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“ fordert CARE von der Internationalen Organisation für Arbeit (ILO) ein globales Abkommen, um die Arbeitswelt sicherer für Frauen zu machen!

2. Eine einzigartige Gelegenheit: Die ILO ist die einzige Dreiparteien-Agentur der Vereinten Nationen bestehend aus VertreterInnen der Regierungen, Arbeitgeber und Arbeiternehmer. Das bedeutet, dass Regierungen und die Sozialpartner gemeinsam Arbeitsstandards und Richtlinien entwickeln können.

Die erste Konvention im Jahr 1919 beschränkte die Anzahl der Arbeitsstunden zur Sicherheit und besseren Gesundheit der ArbeiterInnen. Jetzt, 100 Jahre später, ist eine weitere bahnbrechende Konvention in Sicht: gegen Gewalt und Belästigung. Diese ILO-Konvention ist der erste Versuch, eine globale Lösung für dieses globale Problem zu finden. Wenn sie verabschiedet wird, ist die Konvention das erste verbindliche internationale Bekenntnis zur Beendigung von Gewalt und Belästigung in der Arbeitswelt.

3. Jetzt handeln: In sechs Monaten findet die internationale Arbeitskonferenz, das höchste Entscheidungsgremium der ILO, statt. Dort haben die VertreterInnen von Regierungen, Arbeitgebern und Arbeitnehmern die Möglichkeit, eine neue ILO-Konvention und Richtlinien gegen Gewalt und Belästigung am Arbeitsplatz zu verabschieden. Viele Regierungen haben ihre Unterstützung für diesen Vertrag zugesagt. Dennoch müssen wir weiterhin Druck ausüben, um den bestmöglichen Vertrag zu verhandeln.

4. Niemanden zurücklassen: Damit eine Konvention wirksam ist, muss sie jede/n miteinschließen. Jede/r sollte eine Stimme haben: In den Gesprächen zur ILO-Konvention sollten ArbeiterInnen, Arbeitgeber, nationale Gesetzgeber und Frauenorganisationen konsultiert werden. Gleichzeitig muss die Konvention selbst so formuliert sein, dass sie alle ArbeiterInnen schützt, egal welcher Arbeit sie nachgehen. Keine Konvention wird perfekt sein – dennoch sollte ein starkes Regelwerk solche Standards setzen, die zur Beendigung von Gewalt und Belästigung am Arbeitsplatz für alle führen, nicht nur für ein paar wenige.

5. Ein globaler Vertrag, der in der Praxis auf nationaler Ebene funktioniert: Der Beschluss einer ILO-Konvention im Juni 2019 wäre der erste Schritt zu mehr Rechenschaftspflicht auf globaler Ebene. Die Unterzeichner der Konvention müssten sich mit dem Thema Gewalt und Belästigung am Arbeitsplatz auseinandersetzen. Nationale Gesetze müssten verabschiedet und in der Praxis angewendet werden. Regierungen müssten über die nationale Umsetzung berichten. Immer mehr Frauen auf der ganzen Welt hätten Schutz vor Belästigung am Arbeitsplatz.

Deswegen ist es wichtig, gemeinsam für diese Konvention zu kämpfen, für neue Richtlinien, bessere Umsetzung, für eine neue Kultur des Respekts und für ein Recht auf Freiheit von Gewalt und Belästigung am Arbeitsplatz.

CARE setzt sich für die Rechte von Textilarbeiterinnen ein.

CARE setzt sich weltweit für die Stärkung von Frauen ein.

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Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

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