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News

3. November 2005

Niger: Fast 200.000 Kinder akut unterernährt

CARE warnt seit Monaten
In Niger leidet derzeit jeder dritte Einwohner extremen Hunger. Vor allem Kinder sind betroffen. CARE hatte bereits vor Monaten davor gewarnt und gleichzeitig erste Hilfsmaßnahmen ergriffen. Mehr als 300 CARE-MitarbeiterInnen arbeiten vor Ort und versorgen die Bevölkerung: „Wir haben die Dankbarkeit gesehen als heute in einem kleinen Dorf in der Provinz Tahoua rund 90 Familien je einen Sack Getreide von CARE in Empfang genommen haben. Das erste Mal seit vielen Wochen wird die ganze Familie heute Abend satt. Was wir hier erreichen, geschieht auf der Grundlange jahrzehntelanger Erfahrung im Lande.“

150.000 Kinder vom Hungertod bedroht
• In Niger ist derzeit jede/r dritte EinwohnerIn von der Hungersnot betroffen ( von 12 Millionen Einwohnern.)
• Vor allem, Kinder sind betroffen. 800.000 Kinder leiden an Hunger, fast 200.000 sind akut unterernährt.
• Mindestens 12.000 Tonnen Getreide (llem Hirse) werden jetzt für die nächsten Monate benötigt – zur freien Verteilung an, die Hungernden. Hinzu kommt eine etwa doppelt so große Menge zur Auffüllung der Lager, um die zu erwartenden Ernteerträge ausreichend aufstocken und die Preistreiberei bekämpfen zu können.
• Das Welternährungsprogramm (hat bis jetzt erst 5.000t Hirse ins Land bringen können, die, zur Verteilung bereit stehen. CARE wird die Verteilung von 3000t übernehmen.
• 11.000t Hirse werden noch diese Woche in Niger ankommen. Ohne CARE, die größte Nicht-Regierungs-Organisation hätten die Hilfsmaßnahmen wenig Chancen, bei den Bedürftigen anzukommen.

Niger braucht langfristige Hilfe
Hungersnöte sind vermeidbar, auch in Ländern mit einem so rasanten Bevölkerungswachstum, wie Niger es zu verzeichnen hat ( %). CARE arbeitet seit 30 Jahren in Niger – und nicht erst,, seitdem in den vergangenen Wochen die Hungerkatastrophe in den Medien größeren Raum eingenommen hat. Die nachhaltige Hilfe von CARE, der Bau von Trinkwasseranlagen und Vieh-Brunnen, die Sicherstellung von medizinischer Versorgung und das Grundrecht auf Bildung für die Kinder Nigers hat in einigen Regionen das Ausmaß der Hungerkrise gelindert.

3. November 2005

CARE leistet Soforthilfe bei schweren Überschwemmungen in Bulgarien

Massive Überflutungen
Schwere Regenfälle haben in Bulgarien erneut zu massiven Überflutungen geführt. „Das Land ist in den letzten zwei Monaten bereits dreimal von Überflutungen heimgesucht worden“, berichtet Ognian Drumev, der Country Director von CARE Bulgarien. „Nordost- und Ostbulgarien, auch die Hauptstadt Sofia, sind am stärksten beeinträchtigt.“ Mehr als zwei Millionen EinwohnerInnen sind von den Überschwemmungen direkt betroffen, 6300 Häuser stehen unter Wasser.

 

 

CARE Österreich vor Ort
„Viele Bauern stehen vor dem Ruin“, erklärt die Geschäftsführerin von CARE Österreich. „Die Menschen benötigen dringend Soforthilfe, um ihre Existenz zu sichern. Da CARE Österreich bereits seit Jahren in Bulgarien mit dem Büro vor Ort Projekte betreut, liegen uns diese Menschen besonders am Herzen.“

CARE leistet Soforthilfe in Bulgarien
Nach den verheerenden Überschwemmungen hat CARE bereits 2500 Menschen in Ivanovo, Russe, Polski, Trumbesh, Slivo Pole, Tutrakan, Tsar Kalojan, Chelopech, Sliven, Pirdop, Omurtag und Svishtov versorgt.

CARE hilft außerdem mit Wasserpumpen, Lebensmitteln, sauberem Wasser und Medikamenten. Aufbereitetes Wasser wird bereits in den Gemeinden verteilt. Auch Maßnahmen zur Desinfektion gegen Moskitos und andere Schädlinge sind bereits im Gange. Für 10.000 Menschen, v.a. ältere und benachteiligte Menschen und Kinder, wurde medizinisches Versorgungsmaterial bereit gestellt.

Für die langfristigen Sanierungs- und Wiederaufbaumaßnahmen hat CARE Bulgarien einen Notfallsfonds eingerichtet.

Bitte spenden Sie für die von der Überschwemmung schwer getroffenen Menschen in Bulgarien.

 

 

 

 

 

3. November 2005

Mosambik: Sa­lvia, die Radio Queen

Laut Statistik noch 14 Jahre Lebenszeit
Sa­lvias Heimatland Mosambik gehört zu den zehn ärmsten Ländern der Welt. Und es gehört zu den am schlimmsten von HIV/AIDS betroffenen Ländern der Welt. 12,2 Prozent der Menschen sind infiziert oder erkrankt. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 46,3 Jahren. Aber Experten befürchten, dass sie bis 2010 auf 27,1 Jahre sinken wird. Macht statistisch gesehen 14 verbleibende Lebensjahre für Sa­lvia.

Ausbildung als „peer educator“
Aber wahrscheinlich bleibt ihr viel mehr Lebenszeit. Denn Sa­lvia ist „peer educator“: eine Jugendliche zwischen zehn und 24 Jahren, die von CARE umfassend über das Thema HIV/AIDS aufgeklärt wurde und ihr Wissen an andere Jugendliche weitergibt. Hundert solcher Jugendlicher wurden im Jahr 2004 allein in Nampula, Sa­lvias Heimatstadt, schon ausgebildet.

Zielstrebig
„Wir haben Sa­lvia bei einem Ideenwettbewerb für Mittelschulen kennen gelernt,“ erzählt Michelle Carter von CARE Mosambik, „sie war im Team der Escola Secunda¡ria de Nampula und hat wesentlich dazu beigetragen, dass die Schule gewonnen hat.“ Nach der Show stand Sa­lvia plötzlich vor Michelle. „Sie wollte lernen, wie man Radioprogramme gestaltet,“ erzählt Carter weiter, „und zeigte uns einige Radio-Hörspiele, die sie geschrieben hatte.“ Die CARE-Programmkoordinatorin war beeindruckt – und holte Sa­lvia ins Team.

Jugend im Radio
Sa­lvias Hörspiele waren handgeschrieben und als die 13jährige im CARE-Büro zum ersten Mal vor einem Computer stand, war sie begeistert. Sie wollte nicht nur ihre Geschichten tippen, sie wollte alle Geheimnisse dieser „rätselhaften Maschine“ lüften. Zwei Wochen später saß sie vor dem Bildschirm und bediente das Gerät, als wäre sie damit aufgewachsen.

Junge Menschen kommen zu Wort
Michelle Carter führte Sílvia bei Radio Mozambique und Radio Encontro ein, mit beiden Teams erarbeitet CARE Programmschwerpunkte zum Thema HIV/AIDS. Sílvia bekam den Job und auch einen offiziellen Titel: Jugendprogramm-Koordinatorin. Sie stellt sicher, dass immer wieder auch junge Menschen im Radioprogramm zu Wort kommen und dass Inhalt und Sprache der Lebenswelt von Jugendlichen angepasst sind. Außerdem bereitet sie ganze Sendungen vor und diskutiert diese mit den Programmverantwortlichen.

Frechheit siegt
Jeder andere 13jährige wäre damit wohl ausgelastet. Sílvia nicht. Schon vier Monate nach ihrem Blitzstart im Radio pflanzte sie sich vor Anselmo Retxua, dem Programmchef von Radio Encontro, auf: „Du brauchst für die Sendung eine weibliche und schöne Stimme. Ich habe beides. Lass mich ans Mikro.“ Wer könnte so viel charmanter Frechheit schon widerstehen? Seit 17. April ist Sílvia on air.

 

 

 

 

 

 

 

28. Juli 2005

Wussten Sie, dass …?

Ende Juni 1975 fand in Mexiko City die erste Weltfrauenkonferenz statt. Der 30. Jahrestag gibt genug Anlass zu Jubel. Noch nie in der Geschichte der Menschheit haben so viele ...