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News

14. Dezember 2005

In Pakistan wird die Zeit knapp

Winter: Unterkünfte haben höchste PrioritätMehr als zwei Monate nach dem Erdbeben im Norden Pakistans müssen die Menschen in der Katastrophenregion weiterhin um lebensrettende Hilfe bangen. Bis zu drei Meter Schnee kann der Winter in höher gelegenen Teilen der Katastrophenregion bringen. Das wird die Versorgung der mehr als drei Millionen Betroffenen noch schwerer machen als bisher. Es fehlt weiter vor allem an Baumaterial und Werkzeugen für Unterkünfte, die Schnee und Kälte standhalten.

CARE: Schwer erreichbare Dörfer in Pakistan werden versorgt
CARE arbeitet gemeinsam mit Kooperationspartnern vor Ort an der Überlebenssicherung der Menschen, die durch das Erdbeben all ihren Besitz verloren haben. In Pakistan wurden bereits 4.500 Zelte, 8.000 Decken, 4.000 Plastikmatten und Leintüchern, 14.600 Schals und Umhänge, 8.500 Wasserbehälter, 6.500 Hygiene-Pakete und 75.000 Wasserreinigungssysteme verteilt. Weiterhin werden vor allem die schwer erreichbaren Dörfer mit Hilfe versorgt.

Auch CARE-Katastrophenhilfe in Indien
Auch in Indien hat CARE bereits viel Arbeit geleistet. Es wurden 22.000 Decken, 7.500 Wasserbehälter, 3000 Hygiene-Pakete, 15.000 Wolljacken, 7.500 wasserfeste Zelte, 10.000 Bodenmatten und 15.000 Kangri (ärmer) verteilt. Damit konnten 10.000 Haushalte in 70 schwer zerstörten Dörfern, mit lebensnotwendiger Hilfe unterstützt werden.

Pakistan: Aufbaupläne für die Zukunft
Trotz der andauernden Nothilfe, die für die Menschen in Pakistan nach wie vor überlebensnotwendig ist, müssen auch für die weitere Zukunft Pläne gemacht werden. Ab März 2006 wird CARE die „Rehabilitationsphase“ starten, welche den Wiederaufbau der Infrastruktur (traßen und Brücken), der Gemeinschaftszentren und der Schulen beinhaltet. Gemeinsam mit den Opfern, des Erdbebens wird CARE Aufbaupläne erarbeiten, ihnen zu einem Wiedereinstieg ins Leben verhelfen und den Zugang zu Schulen und Krankenversorgung ermöglichen.

14. Dezember 2005

CARE und Wiener SPÖ-Frauen: Hand in Hand gegen Trafficking

CARE-Projekt in Bulgarien gegen Menschenhandel„Es ist schön, dass wir zu so einem wichtigen Thema einen Teil des Weges gemeinsam gehen“, freut sich CARE Österreich Geschäftsführerin Mag. Ulrike Schelander: Die Wiener SPÖ-Frauen unterstützen ein CARE-Projekt, das in Bulgarien dem Menschenhandel den Kampf ansagt. Bei einer Gala am 16. Dezember im „ega“ wurden dafür Spenden gesammelt.

Armut macht Frauen zu leichten Opfern
„Armut macht vor allem viele Frauen in Osteuropa zu leichten Opfern für Menschenhändler“, erklärt Schelander. „Wer vor dem Nichts steht, glaubt leicht den falschen Versprechen der Schlepper: Viele Frauen tappen so ein eine Falle, aus der es kaum mehr ein Entkommen gibt. Sie werden komplett entrechtet und landen als ausgebeutete Prostituierte im Westen.“

Umfassende Aufklärung ist der Schlüssel
Umfassende Aufklärung ist für CARE ein Schlüssel, um den Menschenhändlern das Handwerk zumindest zu erschweren. In Bulgarien startete CARE Österreich bereits 2003 die erste landesweite Informationskampagne: Mit Ausstellungen, Aufklärungsbroschüren, Film- und Fernsehspots wurden gemeinsam mit lokalen Initiativen potenzielle Opfer über die Gefahren aufgeklärt. Mit Hilfe der Spendengelder aus der Gala wird das Projekt nun weitergeführt. „Information ist ein wichtiges Instrument, um dieser modernen Form der Sklaverei wirkungsvoll zu begegnen“, meint Schelander. „Sie muss Hand in Hand gehen mit einer effizienten Kriminalitätsbekämpfung.“

CARE dankt den Wiener SPÖ Frauen, der Moderatorin und Chefredakteurin der Wienerin Karen Müller, dem Autor Dimitre Dinev und Kathrin Lampe & Band für den gelungenen Abend!

14. Dezember 2005

Kim kocht – für CARE und die Erdbebenopfer in Pakistan

Kim kocht: Beste Adresse für Ethno-Food in WienDas Restaurant „Kim kocht“ gehört seit Jahren zu den besten Adressen für Ethno-Food in Wien. Entsprechend heiß begehrt – und meist nur nach langfristiger Reservierung zu bekommen – ist ein Tisch in dem außergewöhnlichen Restaurant im 9. Wiener Gemeindebezirk: Für CARE macht Sohyi Kim das fast Unmögliche möglich. Sie stellte ein Abendessen für zwei Personen, inklusive persönlicher Koch-Tipps, und ein von ihr signiertes Kochbuch zur Verfügung.

Sensationelle € 460 wurden geboten!
Die Auktion bei

eBay Österreich war ein großer Erfolg. Der sensationelle Erlös von € 460 kommt den CARE-Hilfsprojekten für die Erdbebenopfer in Pakistan zu Gute.

CARE: Katastrophenhilfe geht in nachhaltige Projekte über
Schnelle Katastrophen-Hilfe, die in langfristige und nachhaltige Projekte übergeht, ist das Markenzeichen von CARE. So geht auch die Hilfe für die Erdbebenopfer über die Versorgung mit Nahrungsmitteln, Wasser und Unterkünften hinaus: Wiederaufbau und die Verbesserung der Gesundheitsversorgung stehen als langfristige Projekte auf dem Programm.

Auch „Kim kocht“ mit ganzheitlichem Ansatz
„Der ganzheitliche Ansatz von €šKim kocht‘ und ihr überaus hoher Qualitätsanspruch deckt sich sehr gut mit dem nachhaltigen Ansatz von CARE“, meint die Geschäftsführerin von CARE Österreich. „Und wir bedanken uns sehr herzlich für das phantastische Angebot eines Charity-Abendessens, das unsere Arbeit im Erdbebengebiet in Pakistan unterstützt.“

„Kim kocht“: Fast immer ausgebucht
Mit

eBay Österreich kann man so schneller zu einem exklusiven Abendessen bei Kim kocht kommen. Denn abseits dieser

Auktion für die CARE Erdbebenhilfe nimmt des Restaurant erst am 31. Jänner 2006 von 10 bis 19 Uhr wieder Reservierungen für den Zeitraum von März, April und Mai 2006 entgegen ( +43/1/319 02 42).
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eBay unterstützt CARE tatkräftig
Für den Geschäftsführer von

eBay Österreich, Anton von Rüden, war es selbstverständlich, dass CARE und diese

Auktion von

eBay Österreich tatkräftig unterstützt wird: „eBay unterstützt seit seiner Gründung weltweit gemeinnützige Organisationen durch Wohltätigkeitsversteigerungen. Diese Tradition pflegen wir auch im österreichischen

eBay-Team. Wir freuen uns daher besonders, dass wir mit CARE eine der weltweit renommiertesten Hilfsorganisationen unterstützen können.“

Fotos: (CARE/Jacqueline Godany

13. Dezember 2005

AIDS-Waisen: CARE sorgt für eine zweite Chance

Kwizera sorgt für seine drei GeschwisterFür Kwizera Ildephone aus Ruanda ist der Welt-AIDS-Tag ein Tag wie jeder andere. Er arbeitet wie immer hart auf dem Feld um sich und seine jüngeren Geschwister ernähren zu können. Mit nur 17 Jahren sorgt er allein für die ganze Familie: Für seinen 16jährigen Bruder Uzaribara Schadrack und seine zwei Schwestern, die 14 1/2jährigen Makanyandwi Christine und die 13jährige Musindikazi Rose.

Eltern starben an AIDS
Die Kinder sind seit dem Tod ihrer Eltern im Jahre 2000 auf sich alleine gestellt. Beide Elternteile starben an AIDS, der Vater zuerst. Nach der lokalen Tradition bekamen die Witwe, Cecile Nyiramana und ihre Kinder nichts vererbt. Das Wenige, das sie hatten, wurde der Familie des verschiedenen Vaters zugeschrieben.

Diskriminierung aus Angst
Kwizera´s Onkel erbarmte sich und bot ihnen eine kleine 2-Zimmer-Hütte zum Wohnen an. Aber sogar Kwizera´s Großmutter lehnte es ab, mit ihrer eigenen Tochter zu verkehren. Cecile starb letztendlich sechs Monate später. Ihre vier Kinder waren von nun an auf sich alleine gestellt. Ihr Onkel nahm an, die Kinder wären auch mit dem AIDS-Virus infiziert und machte ihnen klar, dass sie als Waisenkinder besser auch sterben sollten. Die Kinder litten sehr unter der diskriminierenden Ablehnung des ganzen Dorfes, ihre nächsten Verwandten inbegriffen.

Nkundabana: „Die, die Kinder lieben“
Als das CARE-Projekt NIPS (nitiative für Psychosoziale Förderung in dieser Gegend auf die Beine gestellt wurde, wurden Kwizera, und seine Geschwister als ein Haushalt, der dringend Unterstützung brauchte, ausgewählt. CARE organisierte den Kindern eine Nkundabana (oviel bedeutet wie, „die, die Kinder lieben“). Diese werden als MentorInnen, für jugendliche Familienvorstände ausgebildet und unterstützen die Waisen in ihrer Entwicklung und bei der Bewältigung ihrer Probleme. Die Kinder dürfen selbst bei der Auswahl ihrer Nkundabana mitentscheiden.

Anwälte der Kinder
Die CARE geschulten ehrenamtlichen Einheimischen treten als Anwalt der Kinder im Dorf auf und klärten so auch die Bewohner von Ruhango über HIV/AIDS auf. Durch dieses neu errungene Wissen konnte Aberglauben und Stigma überwunden werden und sowohl Bewohner als auch lokale Behörden begannen langsam sich um ihre jungen Nachbarn zu bemühen. Kwizera und seine Geschwister bekamen ein Grundstück zugewiesen, auf dem die Dorfbewohner ihnen ein kleines Häuschen errichteten. CARE stellte Material für das Dach, Türen und Fenster zur Verfügung. Bald können die vier Geschwister in ihr neues zu Hause einziehen und ihre alte Hütte den Kühen überlassen.

Mit Bildung in die Zukunft
Alle vier Kinder werden auch im Zuge des Projektes ausgebildet: Kwizera lernt endlich zum ersten Mal schreiben und lesen. Die beiden Schwestern kamen in den Genuss einer Schneiderausbildung und Schadrack wurde der Besuch einer Volksschule ermöglicht.

Eine Welt ohne Eltern
Das Leben ohne Eltern ist immer noch hart für die Geschwister. Aber sie haben nun wenigstens die Akzeptanz und Unterstützung der Dorfbewohner und eine Chance auf eine bessere Zukunft. Leider blicken Millionen von Kindern in Afrika in eine Zukunft ohne Eltern. Sie sind weiterhin auf sich alleine gestellt und verachtet. Der Welt-AIDS-Tag sollte Anlass sein, dass sie alle eine zweite Chance bekommen.

28. November 2005

Pakistan: Ein Zuhause für Zirgul

Zirgul wartet vor dem KrankenhausCARE-MitarbeiterInnen in Pakistan fanden die 8-jährige Zirgul vor Kälte zitternd und verängstigt vor dem Krankenhaus in Manshera. Ihre dünnen Kleider waren nicht einmal ein notdürftiger Schutz vor dem kalten Wind. Das Mädchen hat ihre Eltern und alle engsten Verwandten durch das verheerende Erdbeben verloren. Sie steht noch immer unter Schock. Mit einem entfernten Großonkel, der schwer verletzt wurde und seine beiden Kinder verlor, kam Zirgul den weiten Weg aus ihrem Dorf Boly nach Mansehra.

Heimatdorf ist zerstört
In ihrem Heimatdorf Boly lebten vor der Katastrophe etwa 60 Familien. Fast alle Familien haben Angehörige verloren und versuchen nun den Schrecken des Bebens zu verwinden. Mehr als 90% der Gebäude sind eingestürzt. Viele Kinder wie Zirgul haben ihre Eltern verloren. Viele Eltern ihre Kinder. Viele Menschen sind traumatisiert und kämpfen jeden Tag gegen ihr Trauma an. Und der hereinbrechende Winter stellt die Bevölkerung vor weitere schier unlösbare Probleme: Es fehlt an warmer Kleidung und winterfesten Unterkünften.

Krankenhaus in Manshera ist überfüllt
Das Krankenhaus in Manshera ist mit Verwundeten überfüllt. Täglich kommen Dutzende neue PatientInnen, doch die bestehenden wissen nicht wohin sie gehen sollen. Der dortige Arzt Dr. Naiz Ahmed weiß, woran es fehlt: „Wir können den PatientInnen keine medizinische Nachbetreuung bieten. Nur die dringendsten Fälle können behandelt werden.“

CARE öffnet Unterkunft „Apna Ghar“
CARE konnte bereits das Haus „Apna Ghar“ (aus) im Bezirk Manshera eröffnet. Frauen und Kinder finden dort eine Unterkunft und, werden medizinisch und psychologisch betreut. So konnte auch Zirgul rasch versorgt werden. Wenigstens eine Unterkunft, warme Kleidung und eine Decke beschützen sie bis ihr Großonkel das Krankenhaus verlassen kann.

CARE hilft weiter: Zelte, Winterkleidung, Decken, Planen
CARE kümmert sich um die Erstversorgung von Kindern wie Zirgul, sorgt für ihre Betreuung und verteilt Kleidung, Decken und Planen. Vor allem im schwer zugänglichen Allai-Tal wurden bereits mehr als 18.000 Menschen mit winterfesten Zelten und Decken versorgt. Außerdem sorgt CARE für sauberes Trinkwasser und verteilt lebensnotwendige Hygiene-Pakete.

28. November 2005

Women CARE: Musikprojekt zu Gunsten der CARE-Hilfe

„Sie ist ewiges Licht, trägt die Zukunft in sich, Stärke strahlt von ihrer Seele aus. Eine Göttin bist du, dein Wissen und deine Weisheit liegen verborgen in einem Geheimnis – du bist eine Frau, eine afrikanische Frau“.

Hymnische Verse
Die Kluft zwischen diesen Zeilen und der Realität, die die Frauen Afrikas tagtäglich erfahren, ist riesengroß. Von Armut, Analphabetismus, AIDS, Krieg und Vertreibung sind vor allem sie betroffen. Sie sind die Säulen der afrikanischen Gesellschaften – doch ihre Stimmen werden in den Medien selten gehört, politische Meldungen befassen sich kaum mit ihnen. Eine einzigartige musikalische Brücke auf den schwarzen Kontinent will dagegen ein Zeichen setzen.

Kritiker und Publikum sind begeistert
CARE Norwegen hat diese CD produziert, um Afrika aus einer weiblichen Perspektive darzustellen. Der Kauf lohnt sich in jeder Hinsicht: Nicht nur Musikkritiker sind begeistert – schon im August stand „Women CARE“ auf Platz 15 der europäischen World Music Charts. Darüber hinaus kommt der Reinerlös der CD den weltweiten Hilfsprojekten von CARE zu Gute.

Norwegen trifft Afrika
Was beim Live8-Konzert im Juli 2005 kritisiert wurde, nämlich der weitgehende Ausschluss afrikanischer Künstler vom Spektakel, haben die Initiatoren von „Women CARE“ mit Bedacht in ihr Konzept eingebaut: Vier renommierte Sängerinnen aus der norwegischen Musikszene treffen auf vier Musikerinnen verschiedener Kulturkreise Afrikas.

Live-Acts statt Mischpult
Ein Meeting, das wörtlich zu nehmen ist, denn die Stimmen wurden nicht nur im Studio am Mischpult vereint. Die nordischen Frauen reisten eigens in die Heimatländer der Afrikanerinnen, um sich mit ihrer Lebens- und Musizierweise vertraut zu machen. In Tansania fanden anschließend die Sessions statt, wo exzellente junge Musiker aus der Szene von Daressalaam mit Gitarren, Perkussion von Daumenklavier bis Djembe und Backgroundchören mal balladeskes, mal lebhaft-fröhliches Umfeld für die Frauenstimmen schufen.

Multikulturelle Klangspuren
Satte Rhythm & Blues-Anleihen, eleganter Folkpop, ein sphärisches Wiegenlied mit Text von Henrik Ibsen und gar eine bezaubernde Adaption des „Fast Car“ von Tracy Chapman sind eingespielt worden.

„Women CARE“ Strange Ways (6317-2 LC 07147
Im, Handel erhältlich u.a. bei

www.amazon.at –

www.jpc.de

Kleine Auswahl internationaler Musikkritiken:

nordische-musik.de

worldmusiccentral.org

geocities.com (um Beitrag scrollen)

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28. November 2005

Frauenbeschneidung: CARE-Erfolg in Äthiopien

Akle Hamadu war im Dorf einer der ersten, der seine Tochter nicht beschneiden ließ. Damit ist er auf viel Widerstand gestoßen. Heute denkt die äthiopische Regierung sogar über ein Gesetz gegen die Beschneidung von Mädchen nach.

„Das Mädchen mit der Klitoris“
Abena Akle hat es nicht leicht. Sie wird in der Schule oft gehänselt. Nicht weil sie etwa dick wäre – dafür werden Kinder vielleicht bei uns ausgelacht. Abena geht aber in Doha zur Schule, einem Dorf in Äthiopien. Dort gilt es als schön, dick zu sein. Aber es gilt als hässlich, eine Klitoris zu haben. Abena ist nicht beschnitten, sie ist „das Mädchen mit der Klitoris“.

Ritual mit Folgen
Die Afar sind ein Nomadenstamm, der im Nordosten des Landes lebt. 95 Prozent der Frauen sind beschnitten. „Selot“ heißt das Ritual, das die meisten Mädchen unter 12 Jahren erleiden müssen. Die Beschneiderin entfernt dabei Klitoris, innere Schamlippen und die inneren Schichten der äußeren Schamlippen. Eine Behandlung mit lebenslangen Folgen: Entzündungen, Schmerzen beim Urinieren, Komplikationen bei Geschlechtsverkehr und Geburt, Unfruchtbarkeit, HIV/AIDS wegen unsterilisierter Messer und oft auch der Tod.
 

CARE trifft die Würdenträger der Afar
Abenas Vater Akle Hamadu kennt diese Folgen. Seine Frau ist während einer Schwangerschaft gestorben. Vor drei Jahren hat er dann beschlossen, Abena Akle nicht beschneiden zu lassen. Er war einer der ersten, und es war schwierig. Heute ist es viel leichter. Die Akzeptanz ist gestiegen, seitdem sich 76 politische und religiöse Würdenträger bei einem Treffen, das CARE im Dezember 2004 initiiert hat, öffentlich gegen Selot ausgesprochen haben. „Es fühlt sich jetzt an wie nach einer guten Dusche“, sagt Akle Hamadu.

Das Erreichte erhalten
Auch Abena merkt, dass es leichter geworden ist. Außer ihr sind noch drei Mädchen in der Klasse nicht beschnitten, im ganzen Dorf sind es 15. „Es ist ein langer Prozess, die Tradition ist tausend Jahre alt“, sagt Christina Stummer, die im Wiener CARE-Büro für das Projekt verantwortlich ist. „Wir haben viel erreicht, aber es erfordert viel Arbeit, um das Erreichte zu erhalten und nicht wieder zurück zu fallen.“

CARE setzt auf „Advocacy“
Um das zu verhindern, setzt CARE jetzt auf „Advocacy“-Arbeit – Lobbying. Das heißt, man bezieht Regierungsstellen in seine Bemühungen ein, versucht, rechtliche Grundlagen zu schaffen. „Das Interesse ist da“, sagt Stummer, „auch die offiziellen Gesundheitsstellen werden jetzt die Aufklärung über Selot betreiben.“ Man diskutiert auch über ein Gesetz, das Selot verbieten soll. Nur: Wen soll man bestrafen? Die Beschneiderinnen? Die Väter, die es anordnen? Die Mütter, die es zulassen? Es ist schwierig, tausend Jahre alte Traditionen zu durchbrechen. Aber es ist nicht unmöglich.

 

 

 

 

 

 

 

7. November 2005

CARE-Hilfe im Katastrophengebiet – Ein Überblick

CARE Österreich bitte dringend um Spenden:
CARE Österreich Spendenkonto – PSK: 1.236.000 Blz.: 60000 Kennwort: Flutopfer Südasien

CARE-Hilfe im Detail

1. CARE Sri Lanka
CARE Sri Lanka: seit 1956 Projekte vor Ort
CARE Sri Lanka hat 250 Mitarbeiter und 17 Einsatzzentren.
Die Einsätze werden von Colombo aus koordiniert.

Erste Hilfsmaßnahmen
• Evakuierung der Menschen in höher gelegene Orte.
• Erstversorgung der Verletzten und Transport in Krankenhäuser.

Derzeitige Hilfsmaßnahmen:
• CARE arbeitet in 6 von 14 betroffenen Bezirken: 55.000 Überlebende wurden bis jetzt erreicht
• Transport von Hilfsgütern: CARE transportiert Hilfsgüter wie Decken, Plastikplanen und Lebensmittel von der Hauptstadt Colombo in die betroffenen Gebiete.
• Verteilung von Lebensmitteln (Linsen, Tee) und Wasserkanister an die Betroffenen
,n • Verteilung von speziellen CARE-Nothilfe-Paketen für Erwachsene und Kinder (leidung, Seife, Unterwäsche etc.)
• Verteilungen in, Ampara, Trincomalee, Batticaloa, Jaffna, Mullaitivu und Habantota.

2. CARE Indien
Die CARE Teams arbeiten in Andrha Pradesh und Tamil Nadu in insgesamt 6 Bezirken.
CARE Indien arbeitet mit 450 lokalen Hilfsorganisationen zusammen. Die Einsätze werden von einem Krisenstab in Neu Delhi koordiniert.

Hilfsmaßnahmen
• Verteilung von Wasserreinigungstabletten in Chennai. Aufgrund der Seuchengefahr muss so schnell wie möglich für sauberes Trinkwasser gesorgt werden.
• Verteilung von Lebensmitteln, Rehydrierungs-Tabletten (er Behandlung von Durchfallerkrankungen lebensrettend), Decken, Matten und Plastikplanen – 5000 Menschen in, Chennai wurden bis jetzt erreicht..
• Reinigung von Wasserquellen und Brunnen

3. CARE Thailand
CARE Thailand hat ein flächendeckendes Netzwerk gemeinsam mit anderen lokalen Hilfsorganisationen. CARE Thailand hat sich entschieden nicht in Phuket zu arbeiten, weil schon genug andere Organisationen vor Ort sind und auch die Regierung sich auf dieses Gebiet konzentriert (.

,Hilfsmaßnahmen
2 CARE-Teams sind bereits in Krabi, Phang Na und Ranong im Einsatz.
• Suche nach Vermissten.
• Erste medizinische Versorgung.
• Verteilung von Erste-Hilfe-Sets.
• Service-Station für Opfer wurde eingerichtet.
• Verteilung von Lebensmitteln, Wasser, Decken, Plastikplanen, Seife, Kerzen und Kleidung.
• Verteilung von Rehydrierungs-Tabletten (on Durchfallerkrankungen).
• Langfristige Hilfe für den Wiederaufbau der, Fischerdörfer ist geplant. Die Menschen an der Küste leben von der Fischerei und haben ihre gesamte Lebensgrundlage mit der Flut verloren.

4. CARE Indonesien
CARE Indonesien: seit 1979 Projekte vor Ort
CARE Indonesien hat 800 Mitarbeiter vor Ort. Seit Sonntag ist ein internationales Emergency Team unter Leitung von Titon Mitra in der Region Aceh.
CARE arbeitet in 14 Lagern der 175 Lager, die sich spontan in Banda Aceh gebildet haben. In jedem der inoffiziellen Camps sind mehr als 1000 Überlebende.
Hilfsmaßnahmen
• Verteilung von 200.000 SWS (ater System)- Flaschen hat bereits begonnen (lasche versorgt eine Familie einen Monat, lang mit sauberem Trinkwasser): 1 Fläschchen enthält 100ml, Natriumhypochlorid und eine Verschlusskappe desinfiziert 10-20l Wasser. CARE erwartet 500.000 Überlebende pro Monat mit den SWS Flaschen zu versorgen.
• Einschulung von Teams anderer Hilfsorganisationen (. Rotes Kreuz)
• Wasserreinigung.• Verteilung von Lebensmitteln, Decken und Plastikplanen.

CARE steht für für eine langfristige und nachhaltige Hilfe!

CARE zählt zu den weltweit größten internationalen Hilfsorganisationen: 13.000 MitarbeiterInnen arbeiten in über 70 Projektländern an der Vision einer Welt ohne Armut. CARE hat Beraterstatus I bei den Vereinten Nationen und ist politisch und weltanschaulich unabhängig. Der Sitz der internationalen Hilfsorganisation ist Brüssel. CARE Österreich betreut derzeit 44 Projekte in Afrika, Südamerika, Asien und Südosteuropa.

Bitte unterstützen Sie die CARE-Hilfe in Südasien mit Ihrer Spende!