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11. Februar 2016

Not in Syrien: 88 Prozent der Menschen in extremer Armut

Der Süden Syriens ist in bittere Armut gerutscht. Vor dem Krieg lebten nur etwa fünf Prozent unter der Armutsgrenze. Jetzt sind es 88 Prozent. Sie brauchen dringend Nahrungsmittelhilfe.

„Die Menschen haben fünf Jahre nach Beginn des Konflikts alles verloren. Ihre gesamte Existenzgrundlage ist vernichtet“, sagt Andrea Barschdorf-Hager, Geschäftsführerin von CARE Österreich.

Frauen, die ihre Kinder alleine versorgen müssen, kämpfen ums Überleben. Foto: CARE

Viele Familien haben ihre letzten Ersparnisse aufgebraucht. Sie müssen sich Geld leihen, um überleben zu können. Laut einer Studie von CARE, dem Norwegian Refugee Council und der UN-Landwirtschaftsorganisation FAO ist das Monatseinkommen von Familien auf nur noch 110 Euro gesunken. Frauen, die alleine für ihre Kinder sorgen müssen, haben oft nicht mehr als 80 Euro zur Verfügung.

Treibstoff ist kaum mehr zu bekommen. Etwa die Hälfte der Bäume in der Region wurden schon für Feuerholz gefällt. Es mangelt auch an Wasser. Der Preis dafür hat sich verzehnfacht.

Früher war der Süden Syriens eine Region, die vor allem von der Landwirtschaft lebte. Davon ist kaum etwas geblieben. Die Hilfe mit Nahrungsmitteln kann jedoch keine dauerhafte Lösung sein. Die landwirtschaftlichen Betriebe müssen wieder aufgebaut werden, damit sich die Menschen wieder selbst versorgen können.

Am wichtigsten aber ist ein Ende der Kampfhandlungen. „Was Syrien jetzt am dringendsten benötigt, ist Frieden“, sagt Barschdorf-Hager.

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