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13. Dezember 2018

Nicht nur zur Weihnachtszeit!

Andrea Barschdorf-Hager, Geschäftsführerin von CARE Österreich, besucht die Fraueninitiative in Gaza

Weihnachtszeit ist Kekszeit! In Al Shyoukh, im Süden von Gaza, werden traditionelle palästinensische Kekse das ganze Jahr über verzehrt. Anders als in vielen Teilen des Landes sind es hier Frauen, die ihr Geld mit der Herstellung dieses Gebäcks verdienen. Sie haben ihren Arbeitsplatz einer Initiative zu verdanken, die vor allem Frauen stärkt.

CARE unterstützt dieses Projekt. Andrea Barschdorf-Hager, Geschäftsführerin von CARE Österreich, war vor Ort. Beim Vorbereiten der Kekse hat sie die Frauen und ihre Schicksale näher kennengelernt.  

Nouf versorgt mit ihrem Job ihren Mann und vier Kinder. Foto: CARE WBG

Eine dieser Frauen ist Nouf Al Zaneen. Bevor sie Teil der Initiative wurde, war ihre Lage verzweifelt: „Mein Mann war schwer krank und meine Kinder brauchten dringend etwas zu essen.“ Zwar bekam sie finanzielle Hilfe, doch das Geld reichte nicht aus, um die Bedürfnisse der Familie zu decken.

Wie hätte Nouf weitermachen sollen, ohne Geld und ohne die Unterstützung ihres Mannes? Für sie gab es nur einen Ausweg aus ihrer unglücklichen Situation: Arbeiten gehen!

„Ich habe schon immer gerne gebacken und liebe es, Desserts zuzubereiten“, erzählte die 55-Jährige. Die Initiative von CARE kam da genau richtig. Nouf erhielt Schulungen in der Lebensmittelzubereitung und konnte ihren neuen Job beginnen.

Die Fraueninitiative ermöglicht Frauen zu arbeiten, indem sie traditionelles Gebäck herstellen

Doch der Einstieg in die Arbeitswelt war nicht leicht: „Es ist nicht einfach für Frauen, einen Job zu haben. Ich muss mein Haus um drei Uhr früh verlassen, um das Gebäck für die Schulen vorzubereiten. Viele meinen, für Frauen gehört sich das nicht!“

Aber Nouf und ihre Kolleginnen ließen sich nicht unterkriegen. Sie gingen weiterhin jeden Tag zur Arbeit und mit der Zeit wuchs auch der Zuspruch von Freunden und Verwandten.

Im Team der Fraueninitiative arbeiten Frauen und Männer zusammen

Dank ihres Jobs kann Nouf nun die Krankenhausrechnungen ihres Mannes zahlen und ihre Familie versorgen. Vor allem aber kann sie ihre Situation selbst in die Hand nehmen! „Viele Frauen fragen mich sogar schon, ob sie auch in der Fraueninitiative arbeiten können“, lacht sie.

Die Fraueninitiative möchte aber nicht nur Frauen fördern, sondern auch männliche Entscheidungsträger ansprechen. Denn um langfristige Veränderung zu ermöglichen, ist es wichtig, dass auch sie in den Prozess miteinbezogen werden!

Bitte unterstützten Sie Frauen wie Nouf bei ihrem Weg in ein selbstständiges und unabhängiges Leben.

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