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29. Mai 2017

Neue CARE-Doku über Textilarbeiterinnen in Bangladesch

Die Näherin Sabina kommt in der neuen Doku wieder vor. Foto: Thomas Haunschmid/CARE

Im April 2013 ist das Fabrikgebäude Rana Plaza in Sabhar eingestürzt, einem Vorort von Bangladeschs Hauptstadt Dhaka. Kurz zuvor hatten die ArbeiterInnen Risse in den Wänden des illegal aufgestockten Fabrikgebäudes bemerkt. Sie alle wurden aufgefordert, ihre Arbeitsplätze nicht zu verlassen. An diesem Tag kamen über 1.000 Menschen ums Leben, fast 2.000 wurden verletzt.

Seitdem hat sich viel getan. In einigen Fabriken haben sich die Sicherheitsvorkehrungen verbessert. Und in Europa wurde auch über die großteils schlechte Bezahlung der Arbeiterinnen diskutiert. Aber reicht das? Die neue CARE-Doku „We CARE for Your Shirt…and Our Rights!“ zeigt, wie es Näherinnen in Bangladesch heute geht.

In den über 4.500 Textilfabriken in dem südostasiatischen Land arbeiten etwa 4,5 Millionen Menschen meist unter katastrophalen Bedingungen, wie die Tragödie von Rana Plaza verdeutlichte. Nach China ist Bangladesch der weltweit größte Textilexporteur. 85 bis 90 Prozent der TextilarbeiterInnen sind Frauen. Ihre 9 Millionen Hände nähen täglich unsere Kleidung.

Zwei davon gehören Sabina. Die damals 17 jährige nahm an CARE’s “Solidarity and Empowerment through Education, Motivation and Awareness” (Seema) Projekt teil. Sabina war eine von 1.500 Arbeiterinnen, beschäftigt in der Kleidungsindustrie, die im Rahmen des Seema Projektes lesen und schreiben gelernt hat und über ihre Rechte als Textilarbeiterin informiert wurde.

Der Film „The Hands That Sew Your Shirt“ (2013) zeigt ihren Alltag in der Textilfabrik und im Slum von Dhaka. Sabinas Hände stehen für die Hände von Millionen von Frauen, die täglich 10 bis 12 Stunden für uns in Europa Kleidungsstücke nähen.

Sabina, Textilarbeiterin in Bangladesch. Foto: CARE

CARE-Helfer Thomas Haunschmid kehrte Anfang 2017 nach Bangladesch zurück um über Oikko – Seemas Nachfolgeprojekt – einen Dokumentarfilm zu drehen. Oikko bedeutet auf Bengali „Einheit“ und steht für den Zusammenhalt der ArbeiterInnen. Im Oikko Projekt schließen sich Arbeiterinnen, Aktivistinnen und Gewerkschaften zusammen. Denn eines ist klar: nur gemeinsam sind sie stark!

Die Premiere des neuen Films „We CARE for your Shirts and our Rights“ ist am 1. Juni 2017 um 19h30 im Stadtkino im Künstlerhaus. Eintritt frei! Hinkommen!

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