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16. Februar 2018

Kosovo: Wenn das Hobby zum Beruf wird

Imkerei ist in Mramor, Prishine, so etwas wie Tradition. Was über Generationen hinweg ein produktives Hobby war, ist für viele Bewohner nun die einzige Möglichkeit, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Adnan Gashi ist einer von ihnen.

Begonnen hat er mit  20 Bienenstöcken. Mit der Unterstützung des RESI-Projekts, das von der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit unterstützt wird, konnte er auf 70 aufstocken. Und das war dringend nötig: die Nachfrage nach seinen Produkten steigt stetig. „Früher musste ich die lokalen Geschäfte und Restaurants einzeln anrufen und davon überzeugen, meinen Honig zu kaufen. Mittlerweile kommen die Leute hierher auf die Farm“, erzählt Adnan stolz. Nachsatz: „Mit der alten Anlage hätte ich auch nicht so viel Honig verarbeiten können.“

Deshalb investierte er einen Teil der Finanzierung, für die er sich im Rahmen des RESI-Projekts beworben hatte, in bessere technische Ausstattung. Das hat sowohl die Gewinnung als auch die Verarbeitung seines Honigs und anderer Imkerprodukte erleichtert. Die neuen, moderneren Geräte möchte er künftig auch anderen Imkern zur Verfügung stellen: „Ich bin schon ein Weilchen im Honig-Geschäft. Über die Jahre habe ich viel Wissen und Erfahrungen gesammelt. Andere sollten davon profitieren können.“

In Schulungen wird Adnan seinen Kollegen zeigen, worauf es bei nachhaltiger Bienenhaltung ankommt und wie sie die neue technische Ausstattung nutzen können.

Seine Pläne für die Zukunft? „Was ich noch weiterentwickeln möchte, ist das Marketing – mit richtigem Logo und Etiketten für meine Produkte und ein wenig Werbung. Geplant ist auch eine bio-zertifizierte Linie mit verschiedenen Imkerei-Produkten.“

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