Diese Website verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen zu ermöglichen.
Mit der Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden. Alle Details finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

21. März 2017

Kenia: CARE kämpft in Slums gegen Mangelernährung

Projekt für Mütter und Kinder in Kenia. Foto: Thomas Haunschmid/CARE

Die Armutsrate in Kenia liegt bei über 45 Prozent. Für viele Familien bedeutet dies, dass sie kaum einen Zugang zu hochwertiger Nahrung haben.

Über 5 Prozent aller Kinder unter fünf Jahren sterben an den Folgen von Mangelernährung. Schlechte Gesundheitsleistungen und die schwache Umsetzung politischer Maßnahmen sowie gesellschaftliche Verhaltensweisen beeinträchtigen die Gesundheit von Müttern und ihren Kindern. Auch haben immer noch über 36 Prozent der Bevölkerung keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Oft fehlt es auch an Information. Mehr zur Abeit von CARE in Kenia im Dossier „Integrated Family Health in Kenya“ (auf englisch).

„Wir sprechen mit den Leuten über die Wichtigkeit von sauberem Trinkwasser,“ erklärt uns Victor, der als Sozialarbeiter regelmäßig mit den Menschen vor Ort in Kontakt tritt. „Wenn ein Haushalt keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser hat, kann ich diesem Tabletten geben, um es zu reinigen. Auch kann ich kranken Kindern Medikamente gegen Malaria geben,“ so der Sozialarbeiter.

Die Europäische Kommission, die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit und CARE Österreich arbeiten in Kisumu und Siaya, zwei der ärmsten Bundesstaaten in Kenia. In Zusammenarbeit mit lokalen Partnerorganisationen werden SozialarbeiterInnen ausgebildet, die regelmäßig mit Haushalten in Kontakt treten, um sich von den Problemen vor Ort ein Bild zu machen.

„Jede/r SozialarbeiterIn hat 120 Haushalte zugeteilt bekommen. Die Aufgabe der MitarbeiterInnen ist, dort hinzugehen und die entsprechenden Daten und Informationen zu erheben,“ erklärt einer der Sozialarbeiter. Diese Informationen sind nicht zuletzt für die Gemeindeverwaltung von großer Bedeutung, damit diese die dringend benötigten Sozialleistungen in ihrer zukünftigen Budgetplanung berücksichtigen kann.

Mittels Workshops und Theatergruppen tragen die MitarbeiterInnen der Projekte zur Verbesserung von Gesundheitsleistungen sowie zur Ernährungssicherheit bei und leisten Aufklärungsarbeit.

Die meisten der Menschen hier leben in Armut! Daher raten wir ihnen all jene Nahrungsmittel zu verwenden die lokal vorhanden sind, um eine ausgewogene Mahlzeit für ihre Familien herstellen zu können,“ beschreibt ein Sozialarbeiter den Alltag in den „Mother to Mother“ Gruppen des Nawiri Projektes. Heute bestehen bereits 58 Gruppen mit 1.203 Mitgliedern. Hier können sich Mütter austauschen und werden von Müttern beraten. Bis zum Projektende sollen es 187 „Mother to Mother“ Gruppen werden.

„Das Nawiri Projekt war für uns wie ein Geschenk Gottes,“ sagt Felix Oketch dankbar. Er ist für die Ausbildung der SozialarbeiterInnen zuständig. Hier erfahren Sie mehr über Felix Oketch und seine Arbeit.

Bitte unterstützen Sie Projekte von CARE! Am schnellsten geht das mit einer Online-Spende!

zurück zur Übersicht