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23. August 2017

Kenia: HIV-Aufklärung im Slum

Kostenlose HIV-Tests. Foto: Eva Stockhammer/CARE

Von Eva Stockhammer, Referentin für Unternehmenskooperationen bei CARE Österreich

Kisumu liegt im Westen Kenias am Viktoriasee und ist die drittgrößte Stadt des Landes. Hier wechseln sich befestigte Straßen mit löchrigen Schotterpisten und staubigen Pfaden ab. Ich bin mit einem Team von CARE-HelferInnen unterwegs. Wir sind hier, um uns Gesundheitsprojekte von CARE anzusehen.

HIV: Über 20 Prozent sind infiziert

Kisumu hat die höchste HIV-Rate im ganzen Land. Unter den BewohnerInnen ist jede/r Fünfte betroffen. Ein wichtiger Schwerpunkt des CARE-Projekts ist neben der Familienplanung deshalb auch die Aufklärung über die Risiken einer HIV-Ansteckung und Verhütungsmethoden.

Diese Bewusstseinsbildung wird von vielen Freiwilligen mitgetragen, den so genannten Community Health Volunteers, die grundlegende Informationen an ihr Umfeld weitergeben. In einem kleinen Jugendzentrum im Nyalenda Slum haben sie uns über ihren Einsatz berichtet.

Fauzia arbeitet als Freiwillige in der HIV-Aufklärung. Foto: Eva Stockhammer/CARE

Eine von ihnen ist Fauzia, 26 Jahre alt (Foto oben). Sie hat ihr eigenes kleines Geschäft in Kisumu und arbeitet nebenbei noch freiwillig als Beraterin in dem Zentrum. Sie kommt drei- bis viermal pro Woche hierher, um Informationsgespräche zu führen und bei Bedarf auch die Anwendung von Kondomen zu demonstrieren.

Sie hat ihre Infomaterialien vor der Hütte ausgebreitet. Es gibt für die Jugendlichen Broschüren über Familien- und Jugendthemen, HIV, Aids und über die Vorbeugung einer Ansteckung. Nach einem Informationsgespräch erhalten sie Kondome zur freien Entnahme.

Als Muslimin war es für Fauzia nicht einfach, ihre Eltern von der Notwendigkeit ihrer freiwilligen Tätigkeit zu überzeugen. Sie ist aber überzeugt von ihrer Arbeit und möchte die Burschen und Mädchen in ihrem Umkreis so gut wie möglich aufklären und unterstützen.

Alle HIV-Tests heute zum Glück negativ

An dem Tag wurden im Zentrum bereits 5 kostenlose HIV-Tests gemacht, alle waren zum Glück negativ. Im Falle eines positiven Testergebnisses bekommen Jugendliche weiterführende Informationen und werden zur Behandlung an eine Krankenstation verwiesen.

Wichtig ist den jungen Freiwilligen, dass sie ein Bewusstsein für Gesundheitsthemen und das HIV-Risiko unter den Jugendlichen vor Ort schaffen.

Auch Familienplanung ist ihnen ein Anliegen. Sie hoffen, dass mit einer geringeren Anzahl an Kindern pro Frau deren Chancen steigen, den Kindern ein besseres Leben bieten zu können.

Mehr Informationen zu diesem Projekt gibt es hier!

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