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29. April 2019

Flüchtlinge in Jordanien: Überleben in der Wüste

Schulkinder im Azraq Flüchtlingscamp

Vor fünf Jahren wurde das Flüchtlingslager Azraq in Jordanien eröffnet. Heute ist es für mehr als 40.000 Menschen ein provisorisches Zuhause.

Von Katharina Katzer, Pressesprecherin von CARE Österreich

Es ist erst April und dennoch hat es schon mehr als 25 Grad in Azraq – im Sommer sind es bis zu 54 Grad. Das Flüchtlingscamp liegt mitten in der Wüste in Jordanien und ist rund 40 Kilometer von der syrischen Grenze entfernt. Mittlerweile leben mehr als 40.000 Menschen hier. Manche bereits seit fünf Jahren: Ende April 2014 wurde das Containerdorf für syrische Flüchtlinge geöffnet.

Fatima im Gespräch mit CARE-Helfer Malik. Foto: Katharina Katzer / CARE

Das Leben im Camp ist gut“, berichtet Fatima*. Sie ist vor drei Jahren aus Syrien geflüchtet: „Endlich war ich wieder in Sicherheit.“ Die 52jährige lebt gemeinsam mit drei ihrer Kinder in Azraq. Derzeit nimmt sie an einem Projekt von CARE teil, das von der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit gefördert wird. Fatima lernt nähen und hat sich das Ziel gesetzt, so bald wie möglich eine eigene Nähmaschine zu besitzen, um Kleidung für den Verkauf herzustellen. 

Abwechslung im tristen Alltag: Buben beim Schachspiel im Azraq Camp

CARE ist im Camp für das Gemeinschaftsleben verantwortlich: Dazu gehören sportliche, künstlerische, handwerkliche und soziale Beschäftigungsmöglichkeiten. Es gibt eine Bibliothek, Sportplätze und Ausbildungsmöglichkeiten. Zudem kann jeder über 18 Jahre Freiwilligenarbeit im Camp leisten – die bezahlte Arbeit ist begehrt und die Wartelisten entsprechend lang.

Spiel & Spaß: Für eine gesunde Entwicklung von Kindern ist das überlebenswichtig

Die Kinder hier idenken, es ist völlig normal, keine Wasserleitung oder ein WC zu Hause zu haben“, berichtet Jameel Dababneh, Teamleiter von CARE im Camp. Lediglich 20 jordanische Dinar erhält ein Geflüchteter an Essensgutscheinen – ein Betrag, mit dem man sehr streng haushalten muss, um überleben zu können.

Für zehntausende Menschen bietet das Flüchtlingscamp seit Jahren eine Unterkunft. Eines kann es sicher nicht sein: Ein Zuhause.

*Namen wurde aus Sicherheitsgründen geändert

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