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9. Februar 2018

Kambodscha: Baufirmen unterstützen gleiche Rechte für Frauen am Bau

CARE unterstütz Bauerbeiterinnen in Kambodscha dabei, sich über ihre Rechte als Arbeiterinnen zu informieren.

Phnom Penh/Wien. Der Bausektor in Kambodscha, besonders der Hauptstadt Phnom Penh, boomt: Derzeit beschäftigt er geschätzte 200.000 ArbeiterInnen, viele von ihnen als HilfstarbeiterInnen oder Tagelöhner. 20 bis 40 Prozent der BauarbeiterInnen sind Frauen, die auf der Suche nach Arbeit von den ländlichen Provinzen in die Hauptstadt kommen. Weibliche Bauarbeiter sind meist schlechter bezahlt und haben so gut wie keine Möglichkeiten, sich für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen einzusetzen.

CARE hat nun in einem Projekt, das von der Europäischen Union und der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit unterstützt wird, Infomaterialien entwickelt, die dabei helfen sollen, Verantwortliche in den Baufirmen als Partner für die Gleichbehandlung von Frauen zu gewinnen.

Das gesamte Paket an Trainingsmaterialien wurde gleich getestet: Mehr als 100 Baustellenleiter, HR-Verantwortliche und Vorgesetzte hatten bisher die Chance, gemeinsam mit Bauarbeiterinnen an einem Training teilzunehmen. „Es war wirklich hilfreich“, erzählt Sathya. „Mir ist jetzt viel klarer, vor welchen Herausforderungen Frauen auf den Baustellen stehen – zum Beispiel, wenn sie nach der Schwangerschaft wieder in den Beruf zurückkommen.“

Neben Videos und anderen interaktiven Trainingsmethoden wurden auch Materialien für sogenannte „Peer Educators“ wie Mothea (Bild) entwickelt. Sie ist eine von mehr als 40 von CARE ausgebildeten Bauarbeiterinnen, die ihre Kolleginnen über Themen wie Sicherheit am Arbeitsplatz und Arbeitsrechte informieren. Mehr als 2.000 Frauen am Bau konnten so bisher erreicht und mit wichtigen Informationen versorgt werden.

Mehr Informationen zu diesem Projekt gibt es hier.

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