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13. März 2018

Kambodscha: Arbeitsplätze für Frauen sicher machen

Wertschätzung für die Arbeit, die von Frauen geleistet wird, beginnt zu allererst damit, dass Frauen sich an ihrem Arbeitsplatz genauso sicher fühlen können wie ihre männlichen Kollegen. Dafür tragen Arbeitgeber eine wesentliche Verantwortung. Aus gutem Grund: Studien belegen, dass Frauen, die sich an ihrem Arbeitsplatz nicht sicher fühlen, weniger gute Arbeit leisten, eher zu Hause bleiben oder den Job wechseln – während Frauen, die das Gefühl haben, dass Maßnahmen für ihre Sicherheit gesetzt werden, ihrem Arbeitgeber gegenüber loyaler sind. Und das ist schließlich im Interesse eines jeden Unternehmens.

Es gibt verschiedenste Möglichkeiten, sich für den Schutz von Arbeiterinnen einzusetzen. In Branchen wie der Bauindustrie spielt Schutzausrüstung eine wesentliche Rolle. Mit Unterstützung der Europäischen Union und Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit tritt CARE mit den Verantwortlichen auf Baustellen in Kontakt, damit diese erkennen, wie wichtig es ist, für alle Mitarbeiter – egal welchen Geschlechts – Schutzausrüstung zur Verfügung zu stellen. Das sendet ein klares Signal: Uns sind alle MiterbeiterInnen gleich wichtig.

Schutz von Frauen kann aber auch heißen, Prozesse und Richtlinien so zu gestalten, dass die spezifischen Risiken, denen sich Frauen ausgesetzt sehen, berücksichtigt sind – zum Beispiel sexuelle Belästigung. In Kambodscha hat eine von drei Frauen, die in der Textilindustrie beschäftigt sind, angegeben, bereits sexuelle Belästigung erlebt zu haben. Klare Richtlinien für das Melden von Vorfällen, zusammen mit Informationskampagnen für die ArbeiterInnen, welches Verhalten nicht toleriert wird, haben dazu geführt, dass es weniger Fälle von sexueller Belästigung gab und die Frauen sich sicherer fühlten.

Gleicher Schutz bei gleicher Arbeit – so können Arbeitgeber zeigen, dass sie die Arbeit, die Frauen in ihrem Unternehmen leisten, respektieren und ihre Anliegen ernst nehmen.

Mehr zu unserem Projekt mit Bauarbeiterinnen in Kambodscha gibt es hier.

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