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30. Juni 2015

Jordanien: Alfal träumt von der Schule

Alfal ist fünf Jahre alt. Sie lebt mir ihrer Mutter und ihren vier Geschwistern in Jordanien. Sie träumt davon in die Schule gehen zu dürfen.

Doch ihre Mutter Fairouz kann die Schule nicht bezahlen. Zwei von Alfals älteren Geschwistern – ihr zwöfjähriger Bruder und ihre dreizehnjährige Schwester – unterstützen die Familie, indem sie Taschentücher verkaufen und im Haushalt mithelfen.

Fairouz würde ihre Kinder lieber in die Schule schicken, doch ihr Gehalt reicht kaum aus, um die Miete zu bezahlen, geschweige davon Geld für Lebensmittel erübrigen zu können.

Alfal und ihre Familie sind kein Einzelfall. Das Ergebniss einer aktuellen Studie besagt, dass zwei Drittel der syrischen Flüchtlingsfamilien unterhalb der Armutsgrenze leben. Sie haben kaum Geld für Miete und Lebensmittel. Verstärkt wird die Notlage der Familien zusätzlich noch durch die Kürzung von Lebensmittelgutscheinen des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen.

8 von 10 Familien fehlt Geld für Unterkunft und Essen

Viereinhalb Jahre nach Beginn der Syrien-Krise dreht sich die Armutsspirale immer schneller und weiter nach unten“, so CARE-Geschäftsführerin Andrea Wagner-Hager. „Finanzielle Rücklagen sind aufgebraucht, und internationale Hilfsgelder werden immer weiter gekürzt.“

Laut der Studie, die auf eine Umfrage von 6.500 syrischen Flüchtlingen basiert, haben acht von zehn Familien nicht genügend Geld für Miete. Mehr als die Hälfte sorgt sich um genügend Nahrungsmitteln für ihre Familien.

Ihr weniges Hab und Gut verkaufen sie, um Überleben zu können. Syrische Männer und ein Teil der Frauen arbeiten – oft illegal, um sich und ihre Familien zu versorgen. Dennoch fehlen jeden Monat durchschnittlich 70 €, um die Lebensunterhaltskosten zu decken.

 

Kinderarbeit und Mädchenheirat

Kinderarbeit und Mädchenheirat nehmen als Folge dieser Notsituation stark zu. Viele Familien können ihre Kinder nicht in die Schule schicken, weil sie kein Geld für das Schulmaterial haben. Oft müssen die Kinder arbeiten. Manche Familien essen nur einmal am Tag.

Die Menschen sparen auch bei der Gesundheit. Drei von zehn Familien haben keinen Zugang zu medizinischer Vorsorgung. Noch weniger haben Zugang zu Rechtsberatung und anderen wichtigen Hilfsleistungen. Ein großer Teil der syrischen Flüchtlinge leidet unter nicht aufgearbeiteten Erinnerungen an die Flucht. Die andauernde Notsituation verursacht hohen emotionalen Stress.

So hilft CARE mit Ihren Spenden:

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