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24. Oktober 2017

Im Flüchtlingslager: „Wie können Menschen hier leben?“

Die provisorischen Unterkünfte schützen weder vor Regen noch vor Hitze. Foto: Kathleen Prior/CARE

Von CARE-Helferin Jennifer Bose

Mein erster Gedanke, während wir uns über die matschigen Wege durch die Menschenmassen drängen: Wie können Menschen hier leben? Verschwitzt und überwältigt von dem Gewimmel laufen wir Richtung Balukhali – dem größten Flüchtlingscamp Bangladeschs. Insgesamt sind über eine halbe Millionen Menschen aus Myanmar in den letzten sechs Wochen auf der Suche nach Schutz hierher geflohen.

Es stinkt. Nicht nur die Situation stinkt, sondern es stinkt wortwörtlich, nach Urin, Schweiß, Fäkalien und Müll. Es gibt nicht genügend Toiletten in den Camps, daher gehen die meisten ins offene Feld, um sich zu erleichtern.

„Frauen und Mädchen haben es hier besonders schwer. Sie warten mit dem Verrichten ihrer Notdurft bis in die Nacht, damit sie ein wenig für sich sein können“, erzählt mir Abdulmannan, ein Helfer im Lager.

Das Camp platzt aus allen Nähten. Überall stehen die kleinen Bambus- und Plastikkonstrukte. Wenn die Sonne scheint, wird die Hitze in den Zelten unerträglich. Und wenn es regnet – wie fast jeden Tag – dringt Wasser ein. Die Planen schützen nicht vor Hitze oder Nässe. Die Zelte dienen lediglich als Sichtschutz, als Ort, an dem Menschen, die Grausames erlebten, wenigstens ein kleines bisschen Privatsphäre zurückerhalten.

Bitte helfen Sie! 

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