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24. Oktober 2018

Hunger im Jemen: „Keinen Bissen Brot für die Kinder“

Mahmouds Vater hat nicht genug zu essen für den Kleinen. Foto: Dia Aref Aladimi/CARE

Im Jemen droht die weltweit größte Hungerkrise seit 100 Jahren. Der Nothilfe-Koordinator der UN, Mark Lowcock, sagt vor dem UN-Sicherheitsrat: „Die unmittelbar bevorstehende Hungersnot könnte größer sein als alles, was die Experten auf diesem Gebiet bislang erlebt haben.“

Fast zwei Drittel der Bevölkerung sind auf Überlebenshilfe angewiesen. Das sind etwa 18 Millionen Menschen. „Fast die Hälfte steht kurz vor dem Hungertod“, warnt David Beasley, der Chef des Welternährungsprogramms (WFP), in diesem Interview mit dem „Tagesspiegel“.

Familien wissen nicht, woher sie die nächste Mahlzeit nehmen sollen. Die Preise für Lebensmittel sind so schnell und so extrem gestiegen, dass sich viele keine Nahrung mehr leisten können. Ein Kilo Reis hat Anfang des Jahres 550 Rial gekostet. Jetzt sind 900 Rial (rund 3 Euro) dafür zu bezahlen.

„Wir können nichts mehr kaufen“, sagt Najat (45). Die Lehrerin ist Mutter von drei Kindern. Wazeerah (38) sieht keinen Ausweg aus der Krise. „Ich habe kein Einkommen und kann für die sieben Leute in meiner Familie nicht einmal für einen Tag Brot kaufen“, sagt sie. „Wir sind vollkommen auf die Unterstützung von Hilfsorganisationen angewiesen, damit wir nicht verhungern.“

Bitte spenden Sie für die Nothilfe!

Kinder wie Mahmoud (Bild oben) können sich an kein Leben ohne Krieg und Hunger erinnern. Viele sind auch durch Krankheiten wie Cholera geschwächt. Sauberes Wasser ist Mangelware. Und die Bombenangriffe hören nicht auf. Seit um die Hafenstadt Hodeidah gekämpft wird, verschlimmert sich die Lage jeden Tag. Eine Blockade des wichtigen Seehafens könnte die letzte Verbindung für die Lieferung von dringend benötigten Hilfsgütern kappen. „Viele haben nicht einmal einen Bissen Brot für die Kinder“, sagt Mohammed (35).

Diese Frau (Bild unten) ist verzweifelt. „Wir haben meinen Sohn bei einem Luftangriff verloren“, sagt sie. „Jetzt haben wir nichts mehr und niemand, der für uns sorgen kann“, sagt die Großmutter von vier kleinen Mädchen. Von CARE erhält die Familie Unterstützung.

Foto: Holly Frew/CARE

CARE leistet Katastrophenhilfe in Ländern wie Jemen. Die Zeit drängt. Jeder Euro zählt!

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