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21. März 2018

Heimatlos in Syrien: „Wegen meiner Kinder gebe ich nicht auf“

"So lange ich lebe, werde ich gegen Hunger kämpfen", sagt Ali. Foto: CARE

Ali, 42, geht es wie vielen seiner Landsleute: ursprünglich aus Izra‘ in Syrien, hat er im Krieg alles verloren. Aus Angst um die Sicherheit ihrer Familie entschieden er und seine Frau ihr gesamtes Hab und Gut zurückzulassen.

Mit sieben Kindern zwischen 7 und 16 Jahren waren Ali und seine Frau Salimah mehr als eineinhalb Jahre auf der Flucht. In Ost-Ghariyah fanden sie schließlich ein neues Zuhause: ein verlassenes Haus ohne Fenster und Türen mit durchlöcherten Wänden. Es bot so gut wie keinen Schutz gegen die Witterung. Also begann Ali, Fenster und Türen aus alten Stoffstücken zu basteln.

Er und seine Frau hatten Schwierigkeiten, Kleidung und Essen für ihre Kinder zu finden. Salimah sammelte trockenes Holz und Zweige, um in den kalten Wintermonaten das Haus wenigstens etwas heizen zu können. Auf den Feldern der Umgebung sammelte sie, was immer sie an Essbarem finden konnte.

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Mit dem Wenigen, das sie zur Verfügung hatte, versuchte Salimah, für ihre Kinder ein angenehmeres Umfeld zu schaffen. „Es war sehr schwierig. Aber für unsere Kinder hat sie das Unmögliche möglich gemacht„, erzählt Ali.

Er selbst hat alles versucht, um wenigstens etwas Geld zu verdienen: „Jeden Dienstag und Freitag gehe ich zum Viehmarkt und versuche, mehr Geld nach Hause zu bringen. Aber die 25, maximal 50 US-Dollar, die ich dort verdienen kann, reichen nicht, damit meine Familie Essen auf dem Tisch hat.“

Mit Unterstützung der Europäischen Union konnte CARE Ali und seine Familie mit warmer Winterkleidung und psychosozialer Unterstützung versorgen.

Ali gibt nicht auf: „Solange ich lebe, werde ich gegen den Hunger kämpfen und es irgendwie schaffen, Geld zu verdienen. Das will ich meinen Kindern mitgeben. Sie sollen lernen, dass nichts unmöglich ist„, sagt er unter Tränen.

CAREs Programme in Syrien werden von der Europäischen Union unterstützt.

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