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10. September 2018

Hayas größter Traum: „Ich möchte Ärztin werden!“

Bildung bewahrt Mädchen davor, früh verheiratet zu werden. Foto: Mahmoud Shabeeb/CARE

„Mein Name ist Haya. Wir sind Flüchtlinge aus dem Irak. Mein größter Wunsch ist, Ärztin zu werden und für kranke Menschen da zu sein. Bitte helfen Sie mir, damit ich wieder zur Schule gehen kann!“
Diesen berührenden Brief schrieb Haya (13) an CARE in Jordanien. Das Team vor Ort sorgte dafür, dass das junge Mädchen ins „Geld für Bildung“ Programm aufgenommen wurde. Nun bekommt Hayas Mutter Huda finanzielle Unterstützung und kann die Tochter in die Schule schicken.

Bitte unterstützen Sie Kinder wie Haya mit einer Patenschaft!

Huda (40) floh vor drei Jahren allein mit vier Kindern nach Jordanien. Der Vater wurde im Irak getötet. „Haya war von seinem Tod so getroffen, dass sie einen Monat kein Wort mehr gesagt hat. Ich hatte schon Angst, sie würde nie mehr sprechen“, erinnert sich Huda. Haya erhielt über Vermittlung von CARE psychosoziale Hilfe und nach und nach ging es ihr besser. Seitdem möchte Haya Medizin studieren und Psychiaterin werden, damit auch sie Menschen helfen kann.

Für ihre Schwester Manal ist es leider zu spät, ihren Schulabschluss zu machen. Als Manal 16 Jahre alt war, gab Huda dem Druck nach, sie zu verheiraten. Sie wusste damals nicht, wie sie die vier Kinder ernähren sollte und nahm aus Verzweiflung einen Heiratsantrag für Manal an. Heute bereut sie diese Entscheidung. „Ich habe das Leben meiner Tochter zerstört“, sagt Huda traurig. Sie warnt andere Mütter davor, einer frühen Heirat zuzustimmen. „Selbst, wenn ihr nichts zu essen habt, macht das nicht!“, sagt sie eindringlich. „Es schadet den Mädchen und der nächsten Generation, wenn sie heiraten, bevor sie die Schule beendet haben.“

Das CARE-Projekt "Geld für Bildung" hat schon mehr als 2.000 Kindern geholfen. Foto: Mary Kate MacIsaac/CARE

Hudas ältestem Sohn Tamer (17) haben der Krieg und die Flucht nach Jordanien seine Chance auf Bildung genommen. Er hat seit mehr als fünf Jahren keinen Unterricht mehr besuchen können! Im Irak konnte er wegen der Kämpfe nicht mehr zur Schule gehen. In Jordanien musste Tamer dann Geld verdienen, weil die Familie sonst kein Einkommen hatte. Tamer schleppte jeden Tag Säcke mit Reis. Eines Tages erwischte ihn die Polizei. „Sie haben gesagt, er kommt ins Gefängnis, wenn er weiter arbeitet“, sagt Huda.

Das jüngste Kind ist Fadel (7). Dank der Unterstützung durch CARE kann er jetzt jeden Tag zur Schule gehen, weil sich Huda keine Sorgen mehr machen muss, dass sie zum Beispiel kein Geld für den Bus hat und er deshalb zu Hause bleiben muss.

Haya ist so glücklich über ihren Schulplatz, dass sie den Unterricht kaum mehr erwarten kann. „Ich möchte Freunde und Freundinnen finden! Und ich wünsche mir, dass wir gemeinsam lernen und Hausübungen machen.“ Wir bei CARE freuen uns, dass der Schulbesuch von Haya für das Schuljahr 2018/2019 gesichert ist!

Das CARE-Projekt „Geld für Bildung“ läuft in Jordanien seit 2014. Fast 2.000 Kinder konnten schon in die Schule zurückkehren.
Bitte helfen Sie, damit noch mehr Kinder wieder zur Schule gehen können! Ihre Spende schenkt Bildung und damit Zukunft.

Mit Ihrer Spende schenken Sie einem Kind Bildung und damit Zukunft! Foto: CARE

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

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