7. August 2017

Somalia: Flüchtlinge ohne Trinkwasser in glühender Hitze

Flüchtlingslager in Somalia. Foto: CARE

Drei Jahre ist in Somalia kaum Regen gefallen. Seit durch die anhaltende Dürre Wasser und Nahrung knapp sind, steigt die Gefahr von Krankheiten. Denn viele Menschen mussten ihre Dörfer verlassen, nachdem ihr Vieh verendet war. Damit hatten sie die Grundlage ihrer Existenz verloren.

„Über 700.000 Menschen leben in Flüchtlingscamps mit sehr schlechten Hygienestandards und verunreinigtem Wasser. Dort ist das Risiko, an Durchfall oder Cholera zu erkranken, besonders hoch“, erklärt Raheel Chaudhary, Länderdirektor von CARE Somalia. Besonders Frauen und Kinder leiden unter fehlenden Hygienemaßnahmen wie sauberem Wasser und Toiletten. „Die Frauen warten aus Gründen der Sicherheit und aus Schamgefühl oft bis spät in die Nacht, bis sie sich erleichtern“, sagt Elmi Abdi Nur, humanitärer Koordinator von CARE Somalia.

 Viele Frauen und Mädchen sind zudem besonders von Gewalt bedroht. „Ein wichtiger Aspekt unserer Programme besteht darin, Frauen zu unterstützen, die von sexueller und geschlechtsspezifischer Gewalt betroffen oder gefährdet sind. Wir zeigen ihnen, wie sie sich wehren können und bieten Beratung und Betreuung an. Viele der Frauen sind Opfer von Gewalt und leiden massiv darunter, aber sie trauen sich oft nicht, darüber zu sprechen.“, so Raheel Chaudhary.

So leistet CARE Katastrophenhilfe:

Um die Verbreitung von Durchfallerkrankungen einzudämmen hat CARE bereits mehr als 250.000 Menschen mit sauberem Trinkwasser, Sanitäranlagen, Hygiene- und Gesundheitsmaßnahmen zur Cholera-Prävention unterstützt. Zusammen mit dem Gesundheitsministerium klärt CARE die Menschen darüber auf, wie sie durch die Verwendung von sauberem Trinkwasser aus sicheren Quellen, einfache Wasserreinigung und eine hygienische Umgebung einer Ansteckung mit Cholera vorbeugen können.

CARE hat außerdem in den von Dürre und interner Vertreibung am stärksten betroffenen Gebieten fünf Wasserstellen wieder instand gesetzt, die 10.000 Menschen mit Wasser versorgen, und Wasserreinigungstabletten an sie verteilt.

Bericht in der Tiroler Tageszeitung

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