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13. Dezember 2017

Geflüchtete Kinder in Griechenland: Schutzlos in der Kälte

Flüchtlinge leiden unter bitterer Kälte im Winter. Foto: Dora Vangi/CARE

In Griechenland gibt es weiter große Mängel bei der Versorgung von Flüchtlingen und beim Zugang zu Asylverfahren.

Mehr als 2.000 unbegleitete geflüchtete Kinder stehen derzeit auf Wartelisten für sichere Unterkünfte und befinden sich angesichts des nahenden Winters in akuter Gefahr. Das geht aus einem Bericht von 12 Nichtregierungsorganisationen (NGOs) hervor. darunter CARE, Oxfam und International Rescue  Committee.

Der chronische Mangel an geeigneten Unterkünften ist nur eines der vielen Probleme bei der Versorgung Geflüchteter. Dabei soll die griechische Regierung in Kürze die volle Verantwortung für die Flüchtlinge im Land übernehmen.

Der Bericht liefert eine Bestandsaufnahme der Situation von Flüchtlingen sowohl auf den griechischen Inseln als auch auf dem Festland und richtet konkrete Forderungen an die griechische Regierung, die Europäische Union und EU-Mitgliedsstaaten sowie an die Vereinten Nationen. Nur so können die aktuellen Probleme bei der Versorgung der geflüchteten Menschen, bei ihrem Zugang zu Asylverfahren und bei der Integration in die griechische Gesellschaft gelöst werden.

Bitte spenden Sie! Ein CARE-Winter-Paket um 78 Euro sichert zwei Flüchtlingen warme Kleidung und Decken für den bevorstehende Kälte.

Untragbare Zustände auf den griechischen Inseln

Trotz verstärkter Anstrengungen, Geflüchtete auf das Festland zu bringen, sind die Aufnahmeeinrichtungen auf den griechischen Inseln nach wie vor massiv überfüllt. Zahlreiche Familien müssen in ungeheizten Zelten schlafen und sind so dem bevorstehenden Wintereinbruch schutzlos ausgesetzt.

Der Mangel an medizinischem Personal gefährdet ihre Gesundheit zusätzlich und fehlende Rechtsberatung trägt zur extremen Verschleppung von Asylverfahren bei.

Unbegleitete Kinder müssen immer häufiger in Polizeizellen, unsicheren Unterschlüpfen oder auf der Straße übernachten, da es zu wenige geeignete Unterbringungsplätze gibt.

Mehr Engagement der Vereinten Nationen nötig

Der Bericht empfiehlt Nichtregierungsorganisationen und der griechischen Regierung, mehr in Programme zur Förderung von Toleranz und Integration zu investieren und griechische Gemeinden stärker zu fördern, die bisher die Hauptlast bei der Flüchtlingsaufnahme getragen haben.

Die Vereinten Nationen sind aufgerufen, ihr Engagement in Griechenland zu verstärken und vor allem für bessere Winterquartiere zu sorgen. Sie müssen ferner verhindern, dass die Standards bei der Unterbringung und Versorgung Geflüchteter auf den Inseln gesenkt werden.

Hunderte Kinder schlafen auf der Straße

Mehr als 3.000 Kinder leben ohne Familien allein in Griechenland. Nur ein Drittel von ihnen hat überhaupt eine Unterkunft. Die anderen Kinder stehen auf Wartelisten. Hunderten von ihnen haben keine andere Möglichkeit als auf der Straße zu schlafen.

Mit Wintereinbruch drängt die Zeit. In den Lagern auf den griechischen Inseln sind die Flüchtlinge Kälte, Regen und Schnee schutzlos ausgeliefert.

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