29. März 2018

Flüchtlinge in Bangladesch: „Es geht ihnen schrecklich!“

In Flüchtlingslagern in Bangladesch leben viele Babys und Kinder. Foto: Josh Estey/CARE

Mehr als eine Million Menschen sind vor Gewalt in Myanmar ins benachbarte Bangladesch geflüchtet. Unter ihnen sind viele Frauen und Kinder. Einige haben ihre Eltern verloren wie Baby Yasmin (Foto).

Bitte helfen Sie!

Die Flüchtlingslager in Bangladesch sind überfüllt. Und jetzt droht mit starken Regenfällen im Monsun eine neue Gefahr. Wassermassen könnten die Notunterkünfte zerstören!

Andrea Barschdorf-Hager, Geschäftsführerin von CARE, war vor kurzem in Bangladesch. In diesem kurzen Video beschreibt sie eindringlich die dramatische Lage.

 

In diesem Interview mit den Vorarlberger Nachrichten sagt Andrea Barschdorf-Hager, warum die Geflüchteten aus Myanmar so dringend Hilfe brauchen.

VN: Wie geht es den Flüchtlingen in den Lagern?

Barschdorf-Hager: Ganz schrecklich. Sie leben auf kleinstem Raum. Ihre Bambushütten befinden sich auf hügeligem, sandigem Untergrund nahe der Küste. Sobald ein stärkerer Regen einsetzt, werden diese Hütten wohl nicht halten. Dann weiß man nicht, wohin mit den vielen Menschen. Ende März beginnt die Regenzeit, da braucht es gar keinen Monsun oder stärkeren Zyklon; der Regen reicht. Wir von CARE versuchen, die Hütten mit Plastikplanen abzusichern, aber im Prinzip sind das nur Notbehelfe. Der Untergrund ist einfach ungeeignet. Das ist eine ganz unmittelbare Bedrohung, mit der Helfer und Flüchtlinge umgehen müssen.

VN: Was haben Ihnen die Menschen von ihrer Flucht erzählt?

Barschdorf-Hager: Es hat sich wie aus einem Horrorbuch für ethnische Säuberungen angehört. Kinder wurden in den Fluss geworfen, Häuser niedergebrannt, es gab Vergewaltigungen. Fast alle Geflüchteten haben Todesfälle in der Familie zu beklagen. Es ist unglaublich, was Menschen anderen Menschen antun können. Wir müssen verhindern, dass das zu einer vergessenen Katastrophe wird. Ich denke diesbezüglich etwa an den Jemen, den Kongo oder die Sahelzone.

Das Interview in voller Länge finden Sie hier.

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