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2. November 2017

Myanmar: „Meine Mutter mussten wir zurücklassen“

Hamida (15) mit ihrer jüngsten Schwester. Foto: Kathleen Prior/CARE

Das Haus von Hamida und ihrer Familie wurde in Myanmar niedergebrannt. Das junge Mädchen konnte sich in letzter Sekunde retten. Auch die kleinen Geschwister und der Vater überlebten. Für die Mutter aber gab es keine Hilfe mehr. Sie war gelähmt und konnte nicht aus den Flammen flüchten. „Ich habe noch versucht, sie aufzuheben. Aber sie war zu schwer für mich. Wir mussten sie zurücklassen“, sagt Hamida traurig.

Als einzige Erinnerung an die Mutter ist nur ein vergilbtes Foto geblieben, das der Vater Shumsu bei sich getragen hatte. Er ist mit Hamida und ihren sechs jüngeren Geschwistern nach Bangladesch geflohen. Dort trafen wir sie im Flüchtlingslager Unchiprang. Um es nach Bangladesch zu schaffen, war die Familie mehr als eine Woche unterwegs. Sie mussten bei starkem Regen über Berge und wateten durch knietiefen Schlamm.

Im Lager schlafen sie jetzt in einer Hütte aus Bambus unter einer Zeltplane, für die die Familie ihr letztes Geld ausgeben musste. Die Behausung schützt kaum vor Regen, Wind oder Sonne. Die hygienischen Zustände in den Camps sind katastrophal. Viele Menschen erleichtern sich im offenen Feld, weil es zu wenige Toiletten gibt. Dadurch steigt die Gefahr, dass Krankheiten entstehen und sich rasch ausbreiten.

 

Baby Bushra bekommt Aufbaunahrung von CARE. Foto: Kathleen Prior/CARE

Weil die Mutter gestorben ist, lastet nun auf Hamida als ältester Tochter eine große Verantwortung. Hamida kümmert sich um ihre jüngeren Geschwister und vor allem um die kleine Bushra, die knapp ein Jahr alt ist. Sie leidet unter schlimmem Durchfall und ist mangelernährt. Hamida brachte sie zur Krankenstation des Flüchtlingscamps, die von CARE und anderen Hilfsorganisationen eingerichtet wurde.

Wie 150.000 andere geflüchtete Kinder unter fünf Jahren ist Bushra leider akut mangelernährt. Sie muss mit Aufbaunahrung aufgepäppelt werden, damit sie wieder zu Kräften kommt.  CARE hat bereits für 11.000 mangelernährte Kinder spezielle Zusatznahrung bereitgestellt. Hamidas Familie erhält auch Lebensmittel wie Reis, Öl und Hülsenfrüchte.

Bitte unterstützen Sie die Nothilfe von CARE!

Mit ihren Spenden können wir mehr Menschen mit CARE-Paketen versorgen!

In den Flüchtlingslagern in Bangladesch werden Nahrung, Wasser und Notunterkünfte dringend gebraucht.

Herzlichen Dank für Ihre Hilfe!

Baby Bushra mit Hamidas Geschwistern. Foto: Kathleen Prior/CARE

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