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27. September 2017

Flucht aus Myanmar: „Ich bin gerannt, um die Kinder zu retten“

Ayesha mit ihren vier Kindern. Foto: Tahmina Haque/CARE

„Dein Mann wird vor deinen Augen angeschossen. Aber du nimmst die Kinder und rennst weiter. Du läufst um dein Leben und das bedeutet, dass du deinen Mann zurücklassen musst, der blutend am Boden liegt.“

Das hat Ayesha (22) erlebt. Sie sitzt mit ihren vier Kindern in einer Notunterkunft  in Balukhali in Bangladesch. In Balukhali drängen sich tausende Menschen, für die es nicht genug Nahrung und Unterschlupf gibt. Es fehlt auch an medizinischer Versorgung. Wie Ayesha sind die Geflüchteten verängstigt, hungrig und erschöpft. Viele sind am Ende ihrer Kräfte. CARE leistet vor Ort Nothilfe.

Seit im nördlichen Bundesstaat Rakhine Gewalt ausgebrochen ist, sind in den vergangenen drei Wochen mehr als  400.000 Menschen aus Myanmar geflüchtet. Die meisten sind Frauen mit kleinen Kindern und Babys – wie Ayesha. Ob ihr Mann noch am Leben ist, weiß sie nicht. Das letzte Mal, als sie ihn gesehen hat, war er mit der Schussverletzung zusammengebrochen. Und sie musste weiter fliehen, um wenigstens die Kinder zu retten.

Das jüngste Kind stillt Ayesha. Und auch ihre anderen Kinder sind noch klein. Ayesha fehlt die Zeit und die Kraft, um für Hilfsgüter zu kämpfen. Zum Glück sind auch ihre Eltern da. Sie teilen das Wenige, das sie bekommen können.

„Wir brauchen Nahrung… und Wasser. Wir brauchen Kleidung. Wir haben kein Geld, um etwas zu kaufen“, sagt Ayesha.    

Die Lage der Geflüchteten ist verzweifelt. Der anhaltende Regen verschlimmert sie weiter. In der Grenzregion zwischen Myanmar und Bangladesch schlafen tausende Familien in Feldern und in unwegsamem Gelände, das steil und mit Schlamm bedeckt ist.

Sie kommen nach Bangladesch mit nichts außer der Kleidung am Leib und haben meist tagelange Fußmärsche hinter sich“, sagt Zia Choudhury, CARE-Länderdirektor in Bangladesch. „Sie können nirgendwo anders hin. Die Menschen, die aus Rakhine geflohen sind, brauchen dringend sauberes Wasser, Essen, medizinische Versorgung und einen sicheren Schlafplatz.“

Die Hilfe ist angelaufen, aber mehr Unterstützung ist nötig! HelferInnen von CARE sind in der Grenzregion Cox’s Bazar rund um die Uhr im Einsatz und verteilen CARE-Pakete mit Nahrung an mehr als 3.500 Menschen. Doch das Ausmaß der Krise ist riesig. Bitte spenden Sie für die Nothilfe von CARE!

Mit einem CARE-Babynahrungs-Paket um 26 Euro sichern Sie einem unterernährten Kind Aufbaunahrung für zwei Monate.

Ein CARE-Nothilfe-Paket um 110 Euro versorgt eine Familie mit dringend benötigten Lebensmitteln für zwei Monate.

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