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21. Dezember 2017

Endlich wieder Schule! CARE unterstützt Familien in Jordanien

Halima freut sich, dass ihr Sohn Azam (rechts) wieder in die Schule gehen kann! Foto: Katharina Katzer/CARE

Katharina Katzer, Pressesprecherin von CARE Österreich, berichtet aus Azraq in Jordanien

Halima empfängt uns in ihrem Zuhause in Azraq: einer unmöblierten, kargen Wohnung. Es ist kalt, am Boden liegen lediglich ein paar Matratzen und Decken. Halima zeigt uns das Heizgerät, das sie sich kaufen konnte, weil sie von CARE Winterhilfe bekommen hat. 400 jordanische Dinar hat sie erhalten, um sich das Notwendigste leisten zu können. Die Auswahl hat sie selbst getroffen.

Bitte helfen Sie syrischen Flüchtlingen!

Halima musste einen Großteil dafür aufwenden, um die Miete für ihre Wohnung bezahlen zu können. Die Kosten für die Miete – die meisten syrischen Flüchtlinge wohnen in Jordanien in gemieteten Unterkünften – können sich viele nur schwer leisten.

Allein mit acht Kindern

Sie lebt hier mit ihren acht Kindern. Halimas Ehemann ist zurück nach Syrien gegangen. Weil das Einkommen nicht zum Überleben reichte, war es der älteste Sohn Azam, der schließlich Geld verdienen musste.

„Mein Sohn hat im Supermarkt gearbeitet, um uns zu unterstützen, jeden Tag zwölf Stunden lang.“ Umgerechnet fünf jordanische Dinar hat er dafür erhalten, das sind etwa sechs Euro. Azam erzählt: „Ich musste immer die Regale auffüllen und schwer schleppen, es war eine anstrengende Arbeit.“

Im Rahmen des „Cash for Education“ Programms von CARE wurden MitarbeiterInnen auf den Jungen aufmerksam. Gezielt halten sie in der Stadt Ausschau nach Kindern, die arbeiten. Nachdem sie Azam im Supermarkt entdeckten, haben sie seine Mutter kontaktiert und über das Projekt informiert: CARE bietet Familien, deren Kinder arbeiten müssen oder kurz davor stehen, jung verheiratet zu werden, einen monatlichen Geldbetrag an – damit sie es sich leisten können, ihre Kinder zur Schule zu schicken.

Wenn Kinder nicht zur Schule gehen, spielen fehlende Ressourcen fast immer eine Rolle. Mädchen werden oft sehr jung verheiratet, um schlichtweg eine Esserin weniger in der Familie zu haben. Jungen müssen oft zum Einkommen beitragen, wenn der Vater fehlt oder etwa durch Krankheit arbeitsunfähig ist.

Rund 2.000 Kinder nehmen bereits an dem „Cash for Education“ Projekt von CARE in Jordanien teil.  Heute geht Azam in die Schule – und wie er ist auch seine Mutter sehr froh darüber. „Ich will, dass meine Kinder lernen und zu den Klassenbesten gehören! Dass sie eine Ausbildung machen können und es einmal besser haben als wir heute!“

 

Das Projekt „Cash for Education“, das dafür sorgt, dass Kinder wieder zur Schule gehen können, wird unterstützt von der Europäischen Union.

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