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27. September 2016

Dürre in Äthiopien: Bitte helfen Sie jetzt!

Andrea Barschdorf-Hager in Äthiopien. Foto: CARE

Andrea Barschdorf-Hager, Geschäftsführerin von CARE Österreich, berichtet aus Äthiopien

Heiß und trocken. Geradezu unerträglich. Die Bezeichnung „Jahrhundertdürre“ beschreibt die Situation hier in Äthiopien wirklich treffend. Und das macht betroffen. Die Menschen müssen von der Landwirtschaft leben, doch aufgrund des ausbleibenden Regens in Teilen des Landes gibt es keine Ernte.

Wenn überhaupt reicht der Bestand an den knapp vorhandenen Lebensmitteln für eine Mahlzeit am Tag.

Viel zu wenig um zu überleben, und das sieht man den Menschen an.

Eine der Hauptursachen für die Jahrhundertdürre ist der Klimawandel. Verstärkt durch das unberechenbare Wetterphänomen El Niño kommt er in Ländern wie Äthiopien besonders stark zum Tragen. Durch den ausbleibenden Regen fallen ganze Ernten aus, die Menschen haben schon bald nichts mehr zu essen.

Da die Familien ohnehin von einer Ernte zur nächsten leben müssen, hungern sie. In ihrer Not essen sie jenes Saatgut, das für die nächste Ernte ausgebracht werden sollte. Sie können nichts mehr produzieren und sind auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen.

Diese junge Mutter (Foto oben) bekam von CARE Lebensmittel und nährstoffreiche Aufbaunahrung für ihren kleinen Sohn. Um die Ausweglosigkeit zu beenden, verteilt CARE neben Lebensmitteln auch widerstandsfähiges Saatgut, damit die Menschen zumindest eine kleine Ernte einbringen können!

Zahlen und Fakten zur Jahrhundertdürre:

– In Äthiopien sind 9,7 Mio. Menschen auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen.

– 500.000 Schwangere und stillende Mütter sowie ihre Babys sind in Gefahr!

– Dürreopfer in weiteren Ländern:

Malawi: 6,5 Mio.

Simbabwe: 4 Mio.

Mosambik: 1,5 Mio.

Madagaskar: 1,1 Mio.

Bislang konnte CARE über eine Million Menschen in Äthiopien versorgen, doch die Not bleibt unvorstellbar groß!

Saatgut macht für die Not leidenden Menschen den Unterschied, ob sie auch morgen noch hungern müssen oder nicht. Die Lage ist besonders dramatisch für schwangere und stillende Frauen. Sind die Mütter chronisch unterversorgt, kommen ihre Kinder bereits unterernährt zur Welt.

Hinzu kommt, dass die Babys nicht gestillt werden können, da die geschwächten Körper der Frauen keine Milch produzieren. Das ist umso schlimmer, als man heute weiß, dass die ersten Monate eines Babys für sein ganzes Leben entscheidend sind. Die Schäden, die ihr Körper in dieser Zeit davonträgt, haben dramatische Auswirkungen auf die körperliche Entwicklung.

CARE verteilt kalorienreiche Aufbaunahrung für Kleinkinder und versorgt Schwangere sowie stillende Mütter, damit sie diese schwere Zeit möglichst gut überstehen! Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende!

Ein großes Problem ist auch der Mangel an sauberem Trinkwasser sowie die Wasserknappheit im Land. Die meisten Regenwassersammelbecken sind längst ausgetrocknet, weil es seit gut einem Jahr nicht richtig geregnet hat. Die wenigen Tümpel, die übrig sind, teilen sich die Menschen mit den Tieren. Das Wasser ist jedoch voller Bakterien und Keime, sodass viele schwer erkranken.

Es schockiert mich immer wieder zu sehen, dass ein Land wie Äthiopien, das wirtschaftlich zu 85 % von der Landwirtschaft abhängig ist, Millionen Menschen nicht ernähren kann und immer wieder auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen ist.

Die Gründe sind so vielschichtig wie die Probleme, mit denen das Land sonst zu kämpfen hat. Mangel an Schul- und  Berufsausbildung und die fehlende Modernisierung der Landwirtschaft sind nur einige der Ursachen. Aber jetzt geht es darum, Menschenleben zu retten und jenen zu helfen, die hungern und leiden. Denken Sie an all die unschuldigen Kinder!

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