15. Februar 2017

Dürre am Horn von Afrika: Hungerkrise droht

Mütter haben Angst, dass ihre unterernährten Kinder verhungern. Foto: CARE

15 Millionen Menschen am Horn von Afrika droht eine Hungerkrise. In einigen Gebieten Somalias herrscht sogar Hungersnot. CARE ist besorgt und ruft dazu auf, schnell zu handeln und noch größeres Leid zu verhindern.

„Wir sehen ähnliche Warnsignale wie 2011, als mehr als 260.000 Menschen während der Hungersnot in Somalia starben. Es darf auf gar keinen Fall wieder darauf gewartet werden, bis Bilder sterbender Kinder auf den Bildschirmen flimmern“, sagt Andrea Barschdorf-Hager, Geschäftsführerin von CARE Österreich.

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Die Dürren der letzten beiden Jahre waren aufgrund des Wetterphänomens El Niño besonders stark. Wegen ausbleibender Regenzeiten und Ernteausfällen haben mehr als 15 Millionen Menschen in Kenia, Somalia und Äthiopien nicht mehr ausreichend Nahrung.

Viele Familien essen nur noch eine Mahlzeit am Tag“, so Barschdorf-Hager. Nahrung kostet nun fünfmal so viel wie vor der Krise. Doch für das ausgemergelte Vieh bekommen die Menschen nur noch weniger als ein Viertel des üblichen Preises. Viele Tiere verdursten. Auf den Straßen liegen überall Tierkadaver.

„Familien haben all ihr Vieh und Einkommen verloren. Mütter leben jeden Tag in Angst, dass ihre unterernährten Kinder verhungern werden“, sagt Barschdorf-Hager.

CARE weist vor allem auch auf die Situation von 680.000 Schwangeren und stillenden Mütter hin. Mangelernährung während der Schwangerschaft und den ersten beiden Lebensjahren kann schwerwiegende Folgen für die Gesundheit und Entwicklung der Kinder haben: „Frauen sind von der Dürre und Nahrungskrise am stärksten betroffen. Sie essen häufig als letzte, um ihre Kinder oder ältere Menschen zu versorgen“, sagt Barschdorf-Hager.

In Somalia sind Frauen und Mädchen für das Hüten der Tiere und Wasserholen zuständig. Seit das Land unter Dürre leidet, müssen sie zur nächsten Wasserstelle immer weitere Distanzen zurücklegen. Dabei sind sie auch der Gefahr sexueller Gewalt ausgesetzt.

So hilft CARE:

CARE Somalia hat bisher 259.000 Menschen mit Nothilfe-Maßnahmen unterstützt: Sauberes Wasser, Bargeld- und Nahrungsmittelhilfe und Schutzmaßnahmen für Frauen und Mädchen. CARE wird in den kommenden Monaten weitere 350.000 Menschen aus Somalia mit humanitärer Hilfe versorgen.

In Äthiopien hat CARE über eine Million Menschen mit Hilfsgütern wie Wasser, Nahrung, Saatgut und mit Bargeldhilfe erreicht.

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