4. Januar 2018

DR Kongo: Frauen und Kinder leiden unter Gewalt und Hunger

Marceline Kanku mit ihrem Baby Magloire. Mehr als 8,5 Mio. Menschen im Kongo brauchen dringend Hilfe. Foto: Carey Wagner/CARE

In der Demokratischen Republik Kongo droht eine humanitäre Katastrophe. Mehr als 7,5 Millionen Menschen hungern. Es fehlt an Nahrung. Bauern und Bäuerinnen wurden vertrieben und konnten ihre Felder nicht bestellen.

Durch anhaltende Konflikte wurden Schulen und Gesundheitseinrichtungen zerstört.  Besonders betroffen ist die Region Kasai. Hier mussten im Jahr 2017 auf der Flucht vor Gewalt 1,4 Millionen Menschen ihr Zuhause verlassen. Unter ihnen sind viele Frauen und Kinder.

In der Demokratischen Republik Kongo brauchen nun mehr als 8,5 Millionen Menschen dringend Hilfe. Und diese Zahl droht weiter zu steigen. In diesem Jahr könnte sie auf mehr als 13 Millionen anwachsen.

Trotz des riesigen Bedarfs fehlt es an Geld, um die notleidenden Menschen ausreichend zu unterstützen. Die Mittel für humanitäre Hilfe wurden gekürzt. Die Vereinten Nationen haben in dem Land weniger als die Hälfte des nötigen Budgets zur Verfügung.

Pierre Bry, der den Einsatz von CARE in der Demokratischen Republik Kongo leitet, ist besorgt, dass sich die Lage weiter verschlechtert. „Ohne finanzielle Mittel können wir die Menschen nicht erreichen“, sagt Bry. „Das bedeutet, wir können lediglich wenigen Betroffenen helfen. Es bedeutet außerdem: Mehr Kinder werden hungern und nicht alle Überlebende sexueller Gewalt werden die Hilfe erhalten, die sie benötigen.“

Bitte unterstützen Sie die Katastrophenhilfe von CARE!

 

In der DR Kongo gibt es 4,1 Millionen Vertriebene. Foto: Carey Wagner/CARE

Insgesamt gibt es derzeit rund 4,1 Millionen Vertriebene in der Demokratischen Republik Kongo. 620.000 von ihnen sind in Nachbarländer geflohen. Es zeichnet sich nicht ab, dass die gewalttätigen Auseinandersetzungen schnell aufhören.

Die Menschen in der Demokratischen Republik Kongo blicken 2018 einem harten Jahr entgegen. „Hier droht unmittelbar eine humanitäre Katastrophe“, warnt CARE-Helfer Pierre Bry. „Wenn die internationale Gemeinschaft nicht schnell reagiert, ist es zu spät.“

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