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12. Januar 2016

CARE zur Lage in Madaya: Weiter Hunger in Syrien

In Syrien tätige Hilfsorganisationen wie CARE zeigen sich erleichtert über das Eintreffen von Hilfslieferungen in der belagerten Stadt Madaya. Hilfe erreichte auch weitere belagerte Städte wie Kafraya und Fua’a.

Die Hilfsorganisationen, unter ihnen auch Handicap International, Oxfam, Save the Children und World Vision, warnten jedoch, dass nur ein komplettes Ende der seit sechs Monaten anhaltenden Belagerung ausreichenden Zugang zu humanitärer Hilfe garantieren kann.

Foto: Care

Etwa 42.000 Menschen in Madaya sind innerhalb ihrer Stadt gefangen. Die Hilfslieferung vom 11.1. wird laut den Vereinten Nationen für etwa einen Monat ausreichen. Aus der Sicht der Hilfsorganisationen reicht diese einmalige Erlaubnis nicht aus, um die massive Unternährung zu bewältigen.

Laut Ärzten und Ärztinnen in der Stadt nehmen die Menschen in Madaya im Durchschnitt nur 0,5 Prozent der benötigten Nährstoffe zu sich. Aus Berichten lokaler Hilfsorganisationen geht hervor, dass bereits mehr als 50 Menschen aufgrund von Hunger und mangelnder medizinischer Versorgung gestorben sind.

ZivilistInnen können das belagerte Gebiet weder betreten noch verlassen. Mindestens acht Menschen sind beim Versuch, Nahrungsmittel in die Stadt zu schmuggeln, ums Leben gekommen. Das einzige noch funktionierende Krankenhaus kann keine ausreichende medizinische Versorgung mehr leisten.

Madaya ist eines von 15 belagerten Gebieten in Syrien, in denen BewohnerInnen eingekesselt sind. Hilfsorganisationen haben keinen oder nur äußerst begrenzten Zugang. CARE, Handicap International, Oxfam, Save the Children und World Vision rufen die Konfliktparteien dazu auf, die Belagerung von Städten sofort zu beenden und Zugang für humanitäre Hilfe sicherzustellen.

Mehr als 4,5 Millionen Menschen in Syrien leben derzeit in belagerten oder schwer erreichbaren Gegenden. Während Menschen in diesen Gegenden dringend Überlebenshilfe benötigen, wird es immer schwieriger, zu ihnen vorzudringen.

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