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25. März 2019

CARE zum Jemen: „Kann es noch schlimmer werden?“

Der Krieg im Jemen dauert schon 4 Jahre. Foto: Motaz Fuad /YPN

Vier Jahre nach Beginn des Krieges im Jemen zieht die Hilfsorganisation CARE eine erschütternde Bilanz: 20.000 Luftangriffe, 70.000 Tote, vier Millionen Vertriebene, der Ausbruch von Cholera und die Ausrufung einer Hungersnot. „Der Punkt ist erreicht, an dem man feststellen muss: Schlimmer kann es nicht werden“, erklärt Andrea Barschdorf-Hager, Geschäftsführerin von CARE Österreich. „80 Prozent der Bevölkerung können ohne humanitäre Hilfe nicht überleben. Vor einem Jahr lag diese Zahl bei 70 Prozent, und auch das waren schon 70 Prozent zu viel.“

Bitte spenden Sie für Menschen in Not!

Die Hälfte der medizinischen Einrichtungen im Jemen ist nicht mehr funktionstüchtig, die Wirtschaft völlig zusammengebrochen. 600.000 Menschen haben ihre Arbeit verloren. Dazu kommt der Hunger und die andauernde Gewalt: „Zehn Millionen Menschen stehen am Rande einer akuten Hungersnot. Millionen Frauen, Kinder und Männer werden jeden Tag bombardiert, beschossen und von Landminen bedroht. Jeder Verletzte, jede Hungernde, jeder Tote ist ein Mensch zu viel“, sagt Andrea Barschdorf-Hager.

Babys in Jemen leiden an Unterernährung. Foto: Motaz Fuad /YPN

Besonders dramatisch ist die Situation für Frauen: Sie verzichten für ihre Kinder häufig auf Nahrung, müssen die Familie zusammenhalten und sind zudem von häuslicher und anderer Gewalt bedroht. Mit dem Zusammenbruch der sozialen Strukturen steigt die Gewalt und sinkt die Unterstützung und der Schutz für Frauen.

Die Mutter auf dem Bild oben hat ihr unterernährtes Baby zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Auch das Mädchen auf dem Foto zu Beginn dieses Beitrags bekommt medizinische Aufbaunahrung, damit es überleben kann.

Schicken Sie ein CARE-Paket mit lebensrettender Nahrung!

In den Familien kommt es zu Spannungen. „Eines Tages hatte mein Mann so unerträglichen Hunger, dass er mich vor Wut schlug. Ich wäre beinahe gestorben“, berichtet Samer aus der Nähe von Sana‘a. Eine Trennung hätte bedeutet, dass sie ihre Kinder verlieren würde. Heute verdient sie dank eines Darlehens von CARE mit einem kleinen Lebensmittelgeschäft etwas Geld und wird von ihrem Mann geachtet.

“Wir brauchen dringend ein Ende der Kampfhandlungen und einen dauerhaften Frieden für den kriegsgeschundenen Jemen”, appelliert CARE-Geschäftsführerin Barschdorf-Hager. Die humanitäre Hilfe von CARE erreicht rund eine Million Menschen pro Monat.

Bitte unterstützen Sie den Einsatz von CARE!

Herzlichen Dank!

Fotos: Motaz Fuad /YPN

 

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