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17. Dezember 2018

CARE zum Ergebnis des Weltklimagipfels: Leider unzureichend

CARE zum Ergebnis des Weltklimagipfels COP24.

Im polnischen Kattowitz haben die teilnehmenden Länder der UN-Klimakonferenz COP24 ein Regelwerk zur Umsetzung des Pariser Klimavertrages von 2015 verabschiedet. Das wird von KlimaschützerInnen positiv bewertet. Darüber hinaus werden die Ergebnisse jedoch als unzureichend empfunden, wenn es darum geht, der Klimakrise entschlossen zu begegnen. Das Ziel muss sein, die besonders betroffene Bevölkerung in Entwicklungsländern, insbesondere Frauen und Mädchen, zu schützen.

Sven Harmeling, Klimaexperte von CARE:

„Getrieben von kurzsichtigen Interessen, drängten auf der COP24 einige mächtige Länder darauf, die ehrgeizige Grenze der Erderwärmung von 1,5 °C quasi abzuschaffen und die alarmierenden Ergebnisse des IPCC-Sonderberichtes über schädliche Klimaauswirkungen zu ignorieren. Das ist besonders bedauerlich, da die am stärksten von der Klimakrise betroffenen Länder, die Zivilgesellschaft und Menschen an vielen Orten weltweit einen engagierten Kampf für mehr Klimagerechtigkeit geführt haben.

Es braucht jetzt viel schnellere und stärkere Klimaschutzmaßnahmen auf nationaler Ebene und die Unterstützung der armen Länder beim Aufbau ihrer Widerstandsfähigkeit gegen den Klimawandel. Besonders von den Klimafolgen betroffene Entwicklungsländer mussten hart dafür kämpfen, dass das Thema Klimaschäden die notwendige Beachtung bei der Überprüfung des globalen Klimaschutzes findet. Schlupflöcher in den Regeln für die künftige Klimafinanzierung ermöglichen es Industrieländern leider, ihre Beiträge im erheblichen Maße schönzurechnen.“

Andrea Barschdorf-Hager, Geschäftsführerin CARE Österreich:

„Die Auswirkungen der Klimakatastrophe spüren vor allem viele afrikanische Länder. Regeln zur Reduzierung von CO2-Emissionen können nur von der internationalen Gemeinschaft, also den Regierungen, aufgestellt werden. Unternehmen muss man in die Pflicht nehmen, diese Regeln auch einzuhalten. In unserem innovativen, länderüberübergreifenden Programm nehmen afrikanische Dorfgemeinschaften den Kampf gegen die fortschreitende Wüstenbildung auf: unter anderem durch resiliente Landwirtschaft und Klima-Frühwarnsysteme.“

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