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11. Oktober 2018

Bedroht, vergewaltigt, ausgebeutet: 17 Mio. Mädchen sind auf der Flucht

Wo auf der Welt ist die Gefahr am größten? Wenn man als Mädchen vertrieben wird.

„Mädchen auf der Flucht leben so gefährlich wie kaum jemand“, sagt Andrea Barschdorf-Hager, Geschäftsführerin von CARE Österreich. „In Nigeria werden Mädchen in Sprengstoff gehüllt und als menschliche Bomben eingesetzt, im Jemen alarmierend oft früh verheiratet.“

In bewaffneten Konflikten vom Südsudan bis Myanmar werden Mädchen besonders häufig Opfer von Gewalt und sexuellen Übergriffen. In Syrien müssen viele Mädchen ihre Schulausbildung abbrechen. Kinderarbeit und der Druck, schon als Teenager zu heiraten, rauben ihnen ihre Kindheit und ihre Zukunftschancen. CARE unterstützt in der Nothilfe gezielt Mädchen und Frauen. Bitte helfen Sie mit einer Spende!

Das sind die schlimmsten Flüchtlingskrisen für Mädchen weltweit:

  • 1. Syrien – 2,8 Mio. Mädchen auf der Flucht.
  • 2. Horn von Afrika – 1,3 Mio. Mädchen auf der Flucht. Mädchen dürfen deutlicher seltener zur Schule gehen.
  • 3. Afghanistan – 1,1 Mio. Mädchen auf der Flucht. Entführungen, Säureattacken, Kinderheirat, Ausbildung von Buben hat Vorrang.
  • 4. Südsudan – 819.241 Mädchen auf der Flucht. Zwei Drittel der Mädchen erfahren physische oder sexualisierte Gewalt.
  • 5. Tschadsee-Region – 777.855 Mädchen auf der Flucht. Boko Haram setzt bevorzugt Mädchen als menschliche Bomben ein.
  • 6. Sudan – 672.256 Mädchen auf der Flucht. Vertriebene Mädchen erfahren sexuelle und geschlechterbasierte Gewalt.
  • 7. Demokratische Republik Kongo – 618.461 Mädchen auf der Flucht. Mädchen als Kindersoldatinnen, Vergewaltigung als Kriegswaffe.
  • 8. Irak – 573.0036 Mädchen auf der Flucht. Menstruierende Mädchen können nicht zur Schule, weil dort Sanitäreinrichtungen fehlen.
  • 9. Jemen – 551.104 Mädchen auf der Flucht. Mehr als zwei Drittel der Mädchen werden unter 18 Jahren verheiratet. Hohes Sterberisiko, wenn sie jung Mütter werden.
  • 10. Ukraine – 500.000 Mädchen auf der Flucht. Mädchen werden häufiger Opfer von Landminen, weil sie Feuerholz sammeln müssen.
  • 11. Venezuela – 343.000 Mädchen auf der Flucht. Mädchenhandel, sexuelle Ausbeutung.
  • 12. Zentralafrikanische Republik – 330.686 Mädchen auf der Flucht. „Überlebenssex“ als Ausweg bei Hunger und Armut.
  • 13. Myanmar – 312.120 Mädchen auf der Flucht. Kinderheirat, Schulabbruch, sexuelle Gewalt.

Hier finden Sie den Bericht von CARE (auf englisch)

Fotostrecke zum Weltmädchentag (International Day of the Girl) am 11. Oktober in der Tageszeitung „Die Presse“

Syrien ist für Mädchen der gefährlichste Ort der Welt. Foto: Carey Wagner/CARE

Mit Ihrer Unterstützung können wir syrischen Flüchtlingen helfen!

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