9. Februar 2017

Bangladesch: Mehr Rechte für Textilarbeiterinnen

Textilarbeiterinnen lernen, ihre Rechte durchzusetzen. Foto: CARE

Wissen Sie, wer die Kleidung näht, die Sie tragen? Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit haben Sie oft mindestens ein Kleidungsstück „Made in Bangladesh“ an oder daheim im Schrank.

Die Bekleidungsindustrie ist einer der wichtigsten Wirtschaftsbereiche in Bangladesch und wächst stetig. Sie beschäftigt mehr als 4,5 Millionen Menschen. Etw 85 bis 90 Prozent sind weiblich.

CARE stärkt Frauen in der Textilindustrie und unterstützt sie dabei, ihre Arbeitsbedingungen zu verbessern und ihre Rechte durchzusetzen. Das Projekt heißt „Oikko“ und bedeutet auf Bengali „Einheit.“ Es steht für Zusammenhalt.  Wenn sich Arbeiterinnen mit Aktivistinnen und Gewerkschaften zusammenschließen, können alle gemeinsam mehr erreichen.

CARE-Helfer Thomas Haunschmid war Anfang 2017 in Bangladesch, um eine Doku über „Oikko“ zu drehen. Er zeigt, wie das Projekt das Leben der Frauen verändert und wie sie davon profitieren.

„Uns ist eure Kleidung wichtig, aber unsere Rechte sind das auch“, sagten Textilarbeiterinnen beim Dreh in Dhaka. Die Doku erscheint im April. Hier ist der Trailer (Dauer: 1min14)

Im CARE-Projekt „Oikko“ bauen 3.000 Textilarbeiterinnen Netzwerke auf, um gemeinsam ihre Rechte einzufordern. Unterstützt wird es von der Europäischen Union und der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit.

Wer seine Rechte wahrnehmen will, muss sie zunächst einmal kennen. Mit „Oikko“ werden 600 ArbeitsrechtsaktivistInnen und Mitglieder von Gewerkschaften ausgebildet, damit sie Arbeiterinnen über ihre Arbeitsrechte beraten können. Das ermöglicht ihnen, dass sie sich für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in den Fabriken einsetzen können.

Mehr zum Projekt „Oikko“

 

Sabina, Textilarbeiterin in Bangladesch. Foto: CARE

Für CARE Österreich ist die neue Doku die Rückkehr nach Bangladesch. CARE-Helfer Thomas Haunschmid war 2013 in Dhaka, um das Leben der jungen Textilarbeiterin Sabina (Foto oben) zu dokumentieren.

Der Film „The Hands That Sew Your Shirt“ zeigt den Alltag in der Textilfabrik und im Slum von Dhaka. Sabina musste wie viele junge Frauen ihre Familie am Land zurücklassen, um in der Stadt Geld zu verdienen. Sabinas Hände stehen für die Hände von Millionen von Frauen, die Tag für Tag unsere Kleidung nähen.

Trailer zu „The Hands That Sew Your Shirt“ (Dauer: 1min08)

Der Dokumentarfilm „The Hands That Sew Your Shirt“ ist mit großem Erfolg in Programmkinos in ganz Österreich gelaufen.

Die DVD ist bei CARE Österreich gegen eine Spende erhältlich. Bei Interesse bitte E-Mail an sabrina.boehm@care.at

Mehr Infos zu „The Hands That Sew Your Shirt“ und dem CARE-Projekt, das dahinter steht (auf Englisch)

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