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5. Juni 2018

Äthiopien: „Wir wissen nicht, ob der Frieden hält“

Wegen Unruhen musste Abrahim mit seiner Familie fliehen. Foto: CARE

Abrahim Amed Seid hat sein ganzes Leben in Babile verbracht. Dort hat er geheiratet und seine neun Kinder sind dort auf die Welt gekommen. Auch das kleine Stück Land, das er bewirtschaftet, befindet sich in diesem Distrikt im Grenzgebiet zwischen den Regionen Oromia und Somali in Äthiopien.

An die wiederkehrenden Konflikte zwischen Oromos und Somalis, insbesondere in der Trockenzeit, wenn Futter und Wasser für die Tiere knapp werden, hat man sich gewöhnt. Doch im Jahr 2017 war alles anders.

„So schlimm war es noch nie“, erinnert sich Abrahim. „Sie waren bewaffnet, haben Häuser niedergebrannt, Felder zerstört und Vieh geraubt. Menschen wurden getötet! Auch uns hat man allen Sorghum und Mais gestohlen!“

Wie Tausende andere flüchteten Abrahim und seine Familie vor der Gewalt. Erst nach vier Monaten trauten sie sich wieder zurück.

„Die Sicherheitslage hatte sich verbessert, deswegen konnten wir zurück nach Hause“, erzählt Abrahim. Von CARE erhielt die Familie 3200 Birr (rund 97 Euro) als Zuschuss, um sich eine neue Existenz aufbauen zu können: „Zuerst habe ich Essen für meine Familie gekauft, Matratzen und Kleidung. Aber wir haben auch in Erdnuss-Saatgut investiert. Bisher sehen die Pflänzchen sehr gut aus – ich bin optimistisch, dass auch die Ernte gut ausfallen wird, sofern der Regen passt.“

Die einzige Unbekannte bleibt jedoch der Frieden: „Momentan ist es relativ ruhig, aber wir wissen nicht, ob das so bleibt“, so Abrahim.

Mehr Informationen zu diesem Projekt gibt es hier.

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