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23. Oktober 2018

Äthiopien: Endlich sauberes Trinkwasser!

Neue Toiletten und ein Wassertank haben das Leben im Flüchtlingslager verbessert. Foto: CARE

Sada Aliye wurde vertrieben. Seit sie ihre Heimat gemeinsam mit ihrer Familie verlassen musste, ist sie auf Hilfe angewiesen. In dem Flüchtlingslager, in dem sie jetzt lebt, erhält sie Essensrationen – 25kg Weizen, 9kg Reis und 1,5 Liter Öl. Das muss für Sada, ihren Mann und die sieben Kinder einen Monat lang reichen.

Wasser war das größte Problem“, erinnert sich Sada. „Wir hatten vier Wasserhähne und einen 10.000-Liter-Tank für das gesamte Camp.“ Das war nicht genug: die meiste Zeit über gab es kein Wasser, weshalb die Bewohner des Flüchtlingslagers Wasser teuer kaufen mussten. „Wir gingen eine Stunde, um Wasser zu holen. Dort kostet ein Kanister voll Wasser 1 Birr – wir konnten uns also höchstens etwas Trinkwasser leisten.“ Für Körperhygiene war kein Wasser mehr übrig, weshalb ihr Kind Krätze bekam.

Auch die WC-Anlage des Flüchtlingscamps war in kürzester Zeit überfüllt. „Wegen des Gestanks begannen die Leute, sich im Freien zu erleichtern“, berichtet Sada. „Und für Frauen war es sowieso nicht sicher, allein zur Toilette zu gehen.“ Sadas größte Sorge war, dass ihre Kinder oder sie selbst aufgrund der schlechten sanitären Zustände erkranken könnten.

Mit Unterstützung der Europäischen Union konnten im Flüchtlingslager separate Toiletten für Männer und Frauen errichtet werden. Zusätzlich wurden Waschmöglichkeiten errichtet, wo auch Kleidung gewaschen werden kann. Ein neu installierter Wassertank hat das Trinkwasserproblem behoben.

„Endlich ist Schluss mit dem Gestank! Jeder benutzt die neuen Klos, niemand geht mehr ins Freie.“, freut sich Sada.

Mehr Informationen zu diesem Projekt gibt es hier.

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