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2. Januar 2019

Äthiopien: Almaz (40) hat ihren Mann und ihren Sohn verloren

Almaz hat ihren Mann und ihren Sohn verloren. Foto: Jennifer Bose/CARE

„Eines Abends hörten wir bei uns im Dorf Schüsse und Schreie. Mein Mann ging nachsehen. Und kam nicht wieder.“ Almaz (40) sitzt gebeugt in ihrem Zuhause im Süden von Äthiopien. In die kleine Hütte mit nur einem Bett und wenigen Möbeln dringt kaum Licht. Almaz floh mit ihren Kindern vor den Kämpfen zu Fuß ins Nachbardorf.

Nach einer Woche wurde es traurige Gewissheit: Ihr Mann war getötet worden. Kurz danach musste Almaz noch mehr Leid ertragen. „Mein Sohn (23) hat den Verlust nicht verkraftet. Er hat sich umgebracht. Als ich das hörte, ist ein Teil von mir gestorben“, sagt sie unter Tränen.

Mehrere Monate blieb die Familie im Nachbarort, wo sie mit anderen Flüchtlingen in einem Schulgebäude Unterschlupf gefunden hatte. Mittlerweile sind Almaz und die Kinder nach Chirigu zurückgekehrt. Ihre Hütte stand noch. Doch nichts ist mehr wie zuvor. „Mein Mann hat für uns gesorgt. Wir haben Kaffee und Weizen angebaut. Ich weiß nicht, wie wir ohne ihn überleben sollen“, sagt Almaz.

Bitte helfen Sie den Menschen in Äthiopien!

Almaz hat neun Kinder geboren. Drei starben an Krankheiten. „Es tut unendlich weh, noch ein Kind zu verlieren“, sagt sie. „Ich fühle mich so schwach. Ohne die Unterstützung von Hilfsorganisationen hätten wir gar nichts. Ich hätte so gerne, dass meine fünf Kinder zur Schule gehen, aber ich habe nicht genug Geld. Nur ein Kind kann ich zur Schule schicken.“

Im Süden des Landes wurden durch den Konflikt in den Regionen Gedeo und West Guji fast eine Million BewohnerInnen vertrieben. Menschen wurden getötet, Dörfer niedergebrannt und Ernten vernichtet. Viele Familien haben keine Existenzgrundlage mehr und können nicht in ihre zerstörten Dörfer zurück.

CARE leistet seit Beginn des Konflikts Nothilfe. Wir haben bereits mehr als 60.000 Menschen erreicht, doch das Leid in der Region ist groß. Derzeit arbeitet CARE daran, in den Dörfern und Flüchtlingslagern die Versorgung mit Wasser wiederherzustellen.

Bitte unterstützen Sie unseren Einsatz für Mütter wie Almaz!

Foto: Jennifer Bose/CARE

 

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