Die ersten CARE-Pakete
7 Tage später, am 19. Juli 1946, wurden die so genannten "Liebesgaben" am Wiener Franz-Josefs-Bahnhof entladen. Unter den vielen Paketen waren 10 Stück, die der damalige US-Präsident Harry S. Truman selbst zur Verfügung gestellt hatte: Am 25. Juli übergab sie General Clark offiziell an den österreichischen Bundespräsidenten Dr. Karl Renner.
Wien galt als hungrigste Stadt Europas
Im Juli 1946 lag Wien in Trümmern und selbst auf dem Schwarzmarkt war es nur schwer möglich, etwas Essbares zu beschaffen. Umso willkommener waren die ersten CARE-Pakete, die in der Hauptstadt und dann in ganz Österreich verteilt wurden. Über eine Million der „Liebesgaben“ wurden bis 1955 in unser Land geschickt.
"Christkindl aus USA"
Die Unterversorgung mit Nahrungsmitteln war so eklatant, dass sie selbst am Schwarzmarkt nur schwer zu bekommen waren. Ein CARE-Paket war deshalb "ein Christkindl aus den USA", wie CARE-Paket-Empfängerin Hannelore Koller sich erinnert. "CARE stand drauf, und Lebensmittel waren drin – Grundnahrungsmittel würde man heute sagen, doch für uns waren es erlesene Leckerbissen. Das werde ich mein Lebtag nicht vergessen!" erinnert sich auch Schauspiellegende Fritz Muliar.
Die Verteilung der C.A.R.E.-Pakete
Die CARE-Paket-Spender mussten damals die stolze Summe von 15 Dollar berappen. C.A.R.E. – damals die Abkürzung für „Cooperative for American Remittances to Europe“ wickelte die Verteilung der Pakete zunächst von der Zentrale am Wiener Schottenring aus ab. Bald aber wurden CARE-Lagerhäuser in Salzburg, Linz, Graz, Innsbruck und Klagenfurt eröffnet. Verteilstellen in Rankweil, Leibnitz und Leoben folgten.
Österreich: Eine Million CARE-Pakete
Bis zum Ende der CARE-Aktion in Österreich im Jahr 1955 wurden eine Million Pakete übergeben. Aber noch im Herbst 1956 erreichten weitere CARE-Hilfstransporte unser Land: Sie wurden den vielen Flüchtlingen des Ungarn-Aufstands zur Verfügung gestellt.
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