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CARE-Hilfe in Lateinamerika

CARE-Hilfe in Lateinamerika

Soziale Ungleichheiten
Lateinamerika ist stark von sozialen Ungleichheiten geprägt. In den vergangenen Jahren mussten rund 40 % der Bevölkerung mit weniger als 2 Dollar am Tag auskommen. Arbeitslosigkeit ist weit verbreitet. Frauen leiden in Lateinamerika unter starker Diskriminierung: Rund 40 % der Frauen sind häuslicher und sexueller Gewalt ausgeliefert. Lateinamerika weist mit rund 117.000 jährlichen Neuinfizierungen die zweithöchste Verbreitungsrate von HIV/AIDS auf. Der Großteil davon sind Frauen. Wenn sich die Regierungen nicht stärker für die Bekämpfung der Armut einsetzen, besteht die Gefahr, dass viele Länder die Millenniumsziele zur Verringerung der Armut verfehlen.

Bürgerliche Mitsprache fördern
Die Gesellschaften Lateinamerikas sind demokratischer geworden. Doch die oft schwach ausgeprägte Gewaltenteilung und Defizite in der Rechtsstaatlichkeit hemmen die Entwicklung. In den meisten Ländern sind die Rechte der indigenen Völker zwar formal anerkannt, werden aber  nicht ausreichend gewahrt. Um die Demokratie zu stärken, müssen sich Regierung, Parlament, Privatwirtschaft und Zivilgesellschaft verändern. Deshalb ist die Umsetzung von „good governance" (verantwortungsvoller Regierungsführung) ein zentraler Bestandteil der CARE-Hilfe in Lateinamerika.

CARE half im Vorjahr 2,8 Millionen Menschen
Mehr als 4 Millionen Kinder leben in den Slums von Buenos Aires. Viele von ihnen sind indianischer Herkunft. CARE bereitet die Kinder auf die Schule vor, damit sie eine Chance haben, ihr Ghetto zu verlassen. In Guatemala hilft CARE mit „Food-for-Work“-Programmen, die Lebenssituation von besonders Benachteiligten zu verbessern, bietet Gesundheitsversorgung und Kurse für AnalphabetInnen an. In Bolivien initiiert CARE die Gründung von Kleinstunternehmen und leitet Infrastrukturprojekte. In Nicaragua wird jede 3. Frau zwischen 15 und 19 Jahren schwanger. CARE klärt die Jugendlichen über reproduktive Gesundheit, Verhütung und über HIV/AIDS auf. Auch die CARE-Katastrophenhilfe ist in Lateinamerika aktiv: Nach dem schweren Erdbeben in Haiti war CARE sofort zur Stelle.


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